Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt an der Krankenhauskirche

Denkmal Krankenhauskirche im Wuhlgarten
Bild: Krankenhauskirche im Wuhlgarten
Pressemitteilung vom 16.11.2017

Am Sonntag, den 26. November, ab 11:00 Uhr, findet nach dem Gottesdienst in der Krankenhauskirche im Wuhlgarten, Brebacher Weg 15, Haus 33, 12683 Berlin der diesjährige Gedenkweg statt. Der Treffpunkt ist vor der Krankenhauskirche. Im Gottesdienst, der ab 10:00 Uhr beginnt, wird ebenfalls Bezug auf das Geschehen vor 70 Jahren genommen.

Auf dem Gelände der ehemaligen Anstalt Wuhlgarten befinden sich drei Gedenkstätten. Sie erinnern an die Opfer der „Vernichtung unwerten Lebens“ (Euthanasie), an die Kriegstoten und an die vielen, oftmals auch namenlosen Opfer von Gewalt. Dazu gehört das Massengrab“ auf dem Wuhlehang, in dem 180 Patienten der Anstalt in den letzten Kriegstagen ihre letzte Ruhe fanden. Von ihnen konnten inzwischen 130 identifiziert werden. Dazu gehört das Mahnmal für die „Opfer der Euthanasie“ am Haus 41, nahe der Altentreptower Straße. Ein Findling an den Resten der noch vorhandenen „Todesgleise“ erinnert an dieses Verbrechen. Von hier fuhren 1940 und 1941 die Transporte mit den psychiatrischen und behinderten Anstaltspatienten in Richtung Tötungsanstalten ab. Und dazu gehört auch der ehemalige Anstaltsfriedhof am Buckower Ring. Hier sind in sieben Massengräbern über 3000 Tote, auch Kriegstote, beerdigt. Eine erst im September dieses Jahres eingeweihte Stele am Buckower Ring 13 informiert an diesen Teil der Anstaltsgeschichte.

Die Interessengemeinschaft Krankenhauskirche im Wuhlgarten erinnert jedes Jahr im November mit Gebinden und Kerzen an die Geschichte der Anstalt und an die Opfer. Dabei werden in Gesprächen nähere Informationen gegeben.