Veranstaltungen

14. September 2018: Produzent*innengespräch „Perspektivwechsel - Die Wirkung des Fairen Handels aus der Sicht der peruanischen Kooperative NORANDINO“

Im Rahmen der Fairen Woche 2018 laden die Bezirksämter Friedrichshain – Kreuzberg und Neukölln sowie die Fairhandels – Genossenschaft Ethiquable dazu ein, mit der Kaffee – und Kakaokooperative NORANDINO und dem Forum Fairer Handel über die Wirkungen des Fairen Handels im Globalen Süden zu diskutieren.

Hintergrund:
Immer mehr Kommunen bekennen sich öffentlich zu den Zielen des Fairen Handels und eine wachsende Zahl von Personen entscheidet sich dazu, beim Einkauf auf fair gehandelte Produkte zurückzugreifen. Dennoch bestehen nach wie vor Zweifel und Vorbehalte gegenüber Siegeln und Zertifikaten: Inwiefern profitieren die Produzent*innen in finanzieller und sozialer Hinsicht tatsächlich vom Fairen Handel? Welche Herausforderungen birgt der Zertifizierungsprozess für Kleinbäuer*innen?
Diese Fragen werden mit Klehber Cruz Zurita und Raúl Calle Pintado, Präsident und Geschäftsführer der Kooperative NORANDINO und Manuel Blendin vom Forum Fairer Handel diskutiert. Zudem wird das Potenzial des Fairen Handels zur Stärkung der Wiederstandsfähigkeit gegen den Klimawandel reflektiert.

Wann und Wo?
Am 14. September von 17 – 19h in der Dachetage des Friedrichshain – Kreuzberg – Museums, Adalbertstraße 95a, 10999 Berlin

Anmeldungen bis zum 11. September 2018 bitte an:
helena.jansen@ba-fk.berlin.de

Wer ist Noradino?
NORANDINO wurde im Jahr 1995 von 200 Kleinbäuer*innen gegründet und ist inzwischen zu einem Verband von mehr als 7000 Familien angewachsen, die in der Sierra Piura leben, dem Teil der Anden im äußersten Norden von Peru. NORANDINO stützt sich seit vielen Jahren auf den Fairen Handel und die Zusammenarbeit mit ETHIQUABLE und anderen Import-Organisationen wie der GEPA, um eine stabile Basis zu schaffen und ihr alternatives Handelsmodell auszubauen. NORANDINO ist sowohl Fairtrade-, als auch biozertifiziert und Mitgründer des „Símbolo de los pequeños productores“ – ein von den Produzent*innen selbst initiiertes Siegel mit eigenen Standards.
Die Veranstaltung findet in deutscher und spanischer Sprache statt und wird von Kristina Utz vom Verein Fairbindung e.V. moderiert.

8. Mai 2018: Öffentliche Kino- und Diskussionsveranstaltung im Moviementokino: Landraub - Das Grüne Gold

Das Grüne Gold
Äthiopien – ein hungerndes Land wird zum globalen Getreidelieferanten. © Neue Visionen Filmverleih
Bild: Neue Visionen Filmverleih

Ort: Moviementokino, Kottbusser Damm 22 / 10967 Berlin
Zeit: 19:30 – 22h
Reservierungen ab 16. April 2018 unter 030 692 47 85 (Kinokasse)

In den vergangenen zehn Jahren wurden gigantische Ausmaße an Ackerland an Großinvestoren verkauft oder verpachtet. Diese nutzen das Land hauptsächlich für die Produktion von Nahrungsmitteln und Energiepflanzen für den Export oder als reines Spekulationsobjekt. Die Auswirkungen des Ansturms auf Ackerland für die Menschen in den sogenannten „Entwicklungsländern“ sind jedoch gravierend: die Betroffenen verlieren durch die Land Deals den für ihre Ernährungsgrundlage wichtigen Zugang zu Land und Wasser, Armut verschärft sich.

So wird der Bevölkerung der Boden schlichtweg unter den Füßen weggerissen, denn die Besitzrechte für die lokale Bevölkerung sind oftmals schwach, wohingegen die Sicherheiten für die Investoren stark sind. Aber auch in Deutschland kämpfen Bäuer*innen gegen die Folgen von Landkonzentration, Lohn- und Preisdumping und unsichere Pachtverträge. In vielen Fällen werden Menschen von dem Land, das sie über viele Jahre bewohnt und bewirtschaftet haben, vertrieben.

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg setzt sich im Rahmen der Initiative „Friedrichshain-Kreuzberg wird fair!“ weltweit für gerechtere Handels – und Arbeitsbedingungen ein. Aus diesem Grund lädt das Bezirksamt gemeinsam mit dem entwicklungspolitischen INKOTA-netzwerk zum öffentlichen Film- und Diskussionsabend “Landraub – Das Grüne Gold“ von 19: 30 h – ca. 22h im Moviementokino in Berlin Kreuzberg ein.

In seinem Dokumentarfilm untersucht der Regisseur Joakim Demmer den kommerziellen Ansturm auf die Ressource Ackerland am Beispiel von Äthiopien. Gemeinsam mit dem Umweltjournalisten Argaw bereist er das Land und besucht Bäuer*innen, die Opfer dieser modernen Form des Kolonialismus wurden. Zugleich untersucht der Film auch, welche Verantwortung ein Akteur wie die Weltbank für das Land Grabbing trägt. Im Anschluss an den Film möchten wir mit dem Publikum, unseren Gästen Jan Urhahn, (INKOTA-netzwerk) und Julia Bar Tal vom Hof Bienenwerder (angefragt) Hintergründe und Konsequenzen von Land Grabbing weltweit sowie Forderungen an Politik und Wirtschaft diskutieren.

Diese Veranstaltung wird gefördert durch Engagement Global gGmbH im Rahmen des Servicestelle Kommunen in der Einen Welt- Programms mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), sowie durch das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin.

20.11.17: Öffentlicher Kino- und Diskussionsabend "Das Kongo Tribunal - Auswirkungen der Globalen Rohstoffindustrie" im Moviemento-Kino

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Bitte Reservierungsinformation am Ende des Textes beachten!

Die Demokratische Republik Kongo ist einer der größten Krisenherde weltweit. Seit über 20 Jahren ist sie von Kriegen und humanitären Krisen betroffen. Rechtsfreie Räume und ein politisches Vakuum haben mafiöse Strukturen im Abbau und Handel von Rohstoffen geschaffen und feuern lokale Konflikte weiter an. Die Opfer gehen in die Millionen. Die Täter bleiben straffrei.

Im Sommer 2015 realisierte der Schweizer Theaterregisseur Milo Rau mit seinem Team das ambitionierteste politische Theaterprojekt, das je auf die Bühne kam: Er lud mitten im Krisengebiet Opfer, Milizionäre, Regierungsvertreter*innen, Oppositionelle, Unternehmer*innen und internationale Organisationen zu einem großen fiktiven Volkstribunal, das der realen Straflosigkeit in der Region entgegenwirken sollte.

Der Dokumentarfilm „Das Kongo Tribunal“ lässt die Ereignisse und Verhandlungstage dieses spektakulären Projektes auf der großen Leinwand lebendig werden und kommt im November 2017 erstmals in die Kinos.

Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, das Ökumenische Netzwerkwerk Zentralafrika und PowerShift laden zu diesem Anlass zum Film- und Diskussionsabend “Das Kongo Tribunal – Auswirkungen der globalen Rohstoffindustrie” am 20.11.17 von 19:30 Uhr bis ca. 22:00 Uhr im Moviementokino in Berlin Kreuzberg ein.

Im Anschluss an den Film begrüßen wir unsere Gäste Prince Kihangi und Sylvestre Bisimwa, die zur Leitung und Jury des Tribunals in Bukavu gehörten. Wir diskutieren mit ihnen und dem Publikum über die ökonomischen und politischen Ursachen dieses Konfliktes und sein konkretes Gesicht vor Ort. Vor diesem Hintergrund wollen wir auch unsere eigene Rolle als Konsument*innen von Rohstoffen beleuchten, die in unseren Handys und PCs verbaut werden und uns fragen, was uns dieser Reichtum eigentlich wert ist.

Gäste:

Prince Kihangi, Anwalt für Bodenrecht und führender Kenner und Kritiker der Bergbauindustrie in der Demokratischen Republik Kongo

Sylvestre Bisimwa, Menschenrechtsanwalt in der Demokratischen Republik Kongo, regelmäßig tätig am Internationalen Gerichtshof in Den Haag, Vorsitzender des Kongo Tribunals

Moderation: Gesine Ames, Ökumenisches Netzwerk Zentralafrika

Eintritt frei, Reservierungen ab 30.10.17 unter: 030 692 47 85 (Kinokasse)
Adresse: Moviementokino, Kottbusser Damm 22, 10967 Berlin

Diese Veranstaltung wird gefördert durch Engagement Global gGmbH im Rahmen des Servicestelle Kommunen in der Einen Welt-Programms mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), sowie durch das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin.

07.12.2017: Engagieren für die Eine Welt– Entwicklungspolitische Austausch- und Partnerschaftsprogramme stellen sich vor

ASA-Team arbeitet mit Schüler*innen
Bild: Erich Köpp

Ob engagierte*r Schüler *in, bereits fertig mit der Schule oder mittendrin in Studium bzw. Ausbildung – du möchtest einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst absolvieren oder an einem Austauschprogramm teilnehmen? Oder eine Partnerschaft deiner Schule mit einer Schule im Globalen Süden initiieren?

Wie das geht, erfahren junge engagierte Menschen auf dieser Veranstaltung.

Folgende Programme werden vorgestellt:

Weltwärts – der entwicklungspolitische Freiwilligendienst
Austauschprogramm ASA
entwicklungspolitisches Schulaustauschprogramm ENSA

Die Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldungen bitte an: helena.jansen@ba-fk.berlin.de

Ort: VHS, 10247 Berlin, Frankfurter Allee 37, R. 1104

~Veranstalter und Referent*innen: Vertreter*innen des ASA-Programms, des ENSA-Programms und des Weltwärts-Programms/Engagement Global gGmbH

Michael Jopp, Fachpromotor für Kommunale Entwicklungspolitik
Helena Jansen, Koordination Bezirkliche Entwicklungspolitik, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin~