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Kostenfreier Café und Co-Working-Space

Arbeit am Computer
Bild: pressmaster / depositphotos.com

Die Stadt Utrecht stellt ihren Mitarbeiter*innen auf jeder der 21 Etagen des Rathauses kostenfreien Café, Tee und Kakao zur Verfügung, den man anschließend an einem der Schreibtische, der als Co-Working-Space eingerichteten Etage, genießen kann. Sitzecken und abgetrennte – mit Computer, Beamer und Mikrophone ausgestatteten – Sitzungsräume komplettieren die lichtdurchfluteten Großraumbüros. In der 8. Etage befindet sich mein Platz, oder besser meine Plätze (ich versuchte mich in der ersten Woche täglich an einem neuen Arbeitsplatz), zusammen mit Mitarbeiter*innen verschiedener Fachabteilungen, die sich (in-)direkt mit der Thematik Migration und Integration auseinandersetzen.

Nach kurzer Orientierung im neuen Setting und den ersten Gesprächen mit den neuen Kolleg*innen fällt eins jedoch auf: Bei allen Unterschieden im Erscheinungsbild des Arbeitsplatzes, die Herausforderungen im Integrations- und Migrationsbereich sind in Utrecht dieselben wie in Berlin. Der Kontakt zwischen Bewohner*innen und Geflüchteten könnte noch intensiver sein, Wohnungen sind im Allgemeinen Mangelware und werden von unterschiedlichsten Bedarfsgruppen beansprucht und die integrationsfördernden Ideen der Stadt (Bezirk) sind nicht immer mit denen des Landes zu vereinbaren.

Nachdem es in den ersten Tagen hauptsächlich um den Austausch über die Rahmenbedingungen und Herausforderungen der täglichen Integrationsarbeit ging, werde ich mir in der nächsten Zeit „best practice“ Beispiele in Utrecht anschauen. Ich freue mich insbesondere auf meine Besuche des „Plan Einstein Projekt“ und des „Place2BU-Projektes“. Beide Konzepte verfolgen das Ziel eine Verbindung zwischen sozialer und räumlicher Integration herzustellen und kombinieren somit Elemente und Grundideen des Berliner BENN-Konzeptes, sowie des neuen bezirklichen Unterbringungskonzeptes.

Zusammenfassend war die erste Woche vor allem von einem konzeptionellen Austausch über die Grundideen von Integration geprägt. Nun freue ich mich auf Einblicke in die praktische Umsetzung.