Seit vielen Jahren organisiert der VCD in Berlin den Parking Day, der jedes Jahr weltweit am dritten Freitag im September stattfindet. Dazu ruft der VCD dazu auf, Parkplätze im öffentlichen Raum mit Leben zu füllen. „Die Fragestellung dahinter ist: Was würdest du mit dem öffentlichen Raum machen, wenn dort kein Auto abgestellt wird?“
Der Parking Day ist in Berlin über die letzten Jahre immer größer geworden. Jedes Jahr organisiert der VCD dazu ein größeres Event an wechselnden Orten Berlins. In den Vorjahren war der Verband bereits am Hackeschen Markt, am Savignyplatz, an der Grundschule am Insulaner in Steglitz und in der Kreuzberger Oranienstraße.
Beim Parking Day geht es um Flächengerechtigkeit in Mobilität. „In Berlin sind die Flächen knapp. Gleichzeitig bedeutet urbaner Raum und städtisches Leben, dass viele Menschen auf diesen begrenzten Flächen unterwegs sind. Aus dieser Knappheit müsste eigentlich eine effiziente Nutzung der öffentlichen Flächen folgen, damit möglichst viele Menschen mobil sein können. Parkplätze im öffentlichen Raum sind aber eine absolut ineffiziente Flächennutzung.“ Die aktuell als Parkplätze im öffentlichen Straßenland genutzten Flächen ergeben zusammen die Größe des ehemaligen Flughafenareals in Tegel. Damit dominiere die Verkehrsform des motorisierten Individualverkehrs mit dem ruhenden Verkehr den öffentlichen Raum, obwohl sie am Modal Split in Berlin gerade mal ein Viertel ausmache. Das seien Flächen, die dringend für die Mobilitätswende gebraucht würden. „Mit dem Parking Day möchten wir zeigen, wie wir diese Flächen alternativ viel besser nutzen können und rufen alle Berliner auf, sich zu
beteiligen.“ Das Prinzip des Parking Day sei einfach und barrierefrei. „Eigentlich braucht es nur zwei Menschen, zwei Sitzgelegenheiten und vielleicht zwei Getränke. Und dann wird geparkt – nur eben ohne Auto.“