Feuerwehr-Bilanz nach Unwetter: rund 200 Einsätze

Feuerwehr-Bilanz nach Unwetter: rund 200 Einsätze

Das Unwetter vom Freitag (02. August 2019) hat in Berlin seine Spuren hinterlassen. Straßen wurden überschwemmt, Keller standen unter Wasser - und auch die Feuerwehr selbst blieb nicht verschont, wie ein Sprecher am Samstag mitteilte.

Ein Mann geht über die überflutete Tiergartenstraße

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Ein Mann geht über die überflutete Tiergartenstraße in Berlin Mitte.

In den Feuerwachen Urban, Moabit und Tiergarten sowie in der Station des Technischen Dienstes in Charlottenburg gab es am Freitag Wassereinbrüche. «Wir hatten damit zu kämpfen, Dienstgebäude einsatzfähig zu halten», berichtete der Sprecher. Wie hoch der Schaden ist, der bei dem Unwetter entstand, war zunächst unklar.
Den Angaben des Sprechers zufolge rückte die Feuerwehr am Freitagnachmittag zu rund 200 wetterbedingten Einsätzen aus. In Moabit gab es demnach die meisten Einsätze. Zwischenzeitig erklärte die Feuerwehr den Ausnahmezustand Wetter, was bedeutet, dass die Einsätze nach Dringlichkeit statt chronologisch bearbeitet werden.
In Kreuzberg lief das Wasser in den Keller der Amerika-Gedenkbibliothek - die Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindern. Dort lagerten viele hochwertige Gegenstände, berichtete der Sprecher. Im Keller des Stadions Neukölln stand das Wasser 1,50 Meter hoch. Das Abpumpen dauerte viele Stunden.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wurde am Freitagnachmittag an der Station am ehemaligen Flughafen Tempelhof innerhalb von 2,5 Stunden eine Niederschlagsmenge von mehr als 35 Liter pro Quadratmeter gemessen. Ab einer Regenmenge von 25 Liter pro Quadratmeter wird von einem Unwetter gesprochen, sagte eine Sprecherin.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 3. August 2019