Berlin in drei Stunden

Berlin in drei Stunden

Nur auf Durchreise in Berlin? Diese dreistündige Tour zeigt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Berlins. Start- und Zielpunkt ist der Hauptbahnhof.

  • Seifenblase am Potsdamer Platz© dpa
    Bei Touristen sehr beliebt: der Potsdamer Platz
  • Bundeskanzleramt in Berlin© dpa
    Bundeskanzleramt in Berlin
  • Sony Center© dpa
    Sony Center
  • Holocaust-Mahnmal© dpa
    Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin, auch Holocaust-Mahnmal genannt

Aufgrund der Corona-Pandemie besteht die grundsätzliche Verpflichtung zum Tragen einer Maske auf zahlreichen belebten Plätzen und Straßen der Innenstadt. Darüber hinaus gilt eine generelle dringende Empfehlung zur Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum. Weitere Informationen »


Tourverlauf:
Vom Berliner Hauptbahnhof geht es durch das Regierungsviertel zum Brandenburger Tor, vorbei am Holocaust-Mahnmal bis zum Potsdamer Platz. Zurück zum Hauptbahnhof geht es minutenschnell mit Bus oder Taxi.

Dauer: Ca. 3 Stunden, zu Fuß und mit dem Bus
Start-und Zielpunkt ist der Hauptbahnhof

Vom Hauptbahnhof zum Kanzleramt

Bundeskanzleramt
© dpa

Bundeskanzleramt

Die Tour startet am Berliner Hauptbahnhof. Wenden Sie sich in Richtung Spree und überqueren Sie die Gustav-Heinemann Brücke. Nach ca. 200 Metern kommt das Bundeskanzleramt auf der rechten Seite. "Die Waschmaschine", wie das Gebäude in Berlin wegen seiner Architektur gern genannt wird, wurde im Jahr 2001 fertiggestellt. In ihm befinden sich Büros und Arbeitsräume der Bundeskanzlerin. Was von vorn nicht ersichtlich ist: Das Grundstück ist mit Hubschrauberlandeplatz und Kanzlerpark 7000 Quadratmeter groß. Laut Wikipedia ist das Kanzleramt sogar eines der größten Regierungs-Hauptquartiere der Welt und soll achtmal größer sein als das Weiße Haus in Washington.

Vom Kanzleramt zum Reichstag

Reichstagsgebäude in Berlin
© dpa

Dem Kanzleramt schräg gegenüber steht in einiger Entfernung der Reichstag, die gläserne Kuppel ist gut zu erkennen. Ein spontaner Besuch der Kuppel ist leider nicht möglich, denn dafür ist eine vorherige Anmeldung nötig. Aber ein Foto unter dem Giebel mit der berühmten Widmung „Dem deutschen Volke“ kann jeder ohne Anmeldung knipsen. Der Reichstag wurde 1884 bis 1894 für den Reichstag des Deutschen Kaiserreiches erbaut. Während der deutschen Teilung lag das Gebäude wie in einem Dornröschenschlaf, nach der Wiedervereinigung wurde daraus der Sitz des deutschen Bundestages. Das moderne, lang gezogene Gebäude links neben dem Reichstag ist das Paul-Löbe-Haus, in dem die Abgeordneten ihre Büros haben.

Vom Reichstag zum Brandenburger Tor

Brandenburger Tor im Sonnenuntergang
© dpa

Nachdem man den Reichstag einmal umrundet hat - am Ufer der Spree gibt es hier einiges zu sehen - führt die Tour weiter zum Brandenburger Tor, das nur wenige Gehminuten entfernt liegt. Das Brandenburger Tor, von 1788 bis 1791 erbaut, ist Symbol für die deutsche Einheit und die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt. Auf dem Brandenburger Tor thront die Skulptur eines vierspännigen Wagens, einer sogenannten Quadriga. An den Zügeln steht die Friedensgöttin Eirene. Die Skulptur wurde im Jahr 1814 von Napoleons Truppen demontiert und nach Paris entführt. Acht Jahre später gelang es der preußischen Armee, sie zurückzuerobern. Aus der ursprünglichen Friedensgöttin ist so die Siegesgöttin Viktoria geworden. Sollte Sie den Spaziergang am Abend unternehmen, können Sie das Brandenburger Tor hübsch beleuchtet erleben.

Vom Brandenburger Tor zum Holocaust-Mahnmal

Holocaust-Mahnmal
© dpa

Vom Brandenburger Tor verläuft die Tour weiter Richtung Süden zum Potsdamer Platz, dessen Skyline schon zum Greifen nah erscheint. Dabei passiert man die Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika, dahinter beginnt schon von Weitem sichtbar, das Stelenfeld des Holocaust-Mahnmals. Das Holocaust-Mahnmal wurde 2005 eingeweiht und fordert dazu auf, sich mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Betritt man die 13.100 Quadratmeter große Bodenfläche mit den 2711 Betonstelen und geht auf den engen Wegen zwischen den Stelen hindurch, stellt sich schnell ein Gefühl von Verlorenheit und Bedrohung ein. Gefühle, die viele Menschen während der Nazi-Herrschaft erleiden mussten, vor allem jüdische Mitbürger, an deren massenweise Ermordung das Mahnmal erinnert. Der unter dem südöstlichen Ende des Stelenfelds gelegene "Ort der Information" dokumentiert die Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden.

Vom Holocaust-Mahnmal zum Potsdamer Platz

Erinnerung an Bau der Berliner Mauer vor 59 Jahren
© dpa
Auf der anderen Straßenseite des Holocaust-Museums beginnt der Tiergarten, der große Park im Zentrum der Stadt. Vom Holocaust-Mahnmal läuft man nun auf die Skyline des Potsdamer Platzes zu. Am Potsdamer Platz begeistern nicht nur die modernen Hochhäuser und das Sony Center mit seiner außergewöhnlichen Architektur, Besucher können hier auch ausgestellte Reste der Berliner Mauer entdecken. Informationstafeln erklären die Geschichte der Mauer und des Potsdamer Platzes zu DDR-Zeiten und in den Jahren nach dem Mauerfall.

Potsdamer Platz

Coronavirus - leerer Potsdamer Platz
© dpa

Krieg, Mauerbau und Teilung hatten vom alten Potsdamer Platz nichts übrig gelassen, inzwischen ist auf der einstigen Brache ein modernes Großstadtzentrum entstanden. Der Potsdamer Platz ist alljährlich das Zentrum der Filmfestspiele Berlinale und auf dem Mittelstreifen der Straße, die durch den Platz führt, befindet sich der "Boulevard der Stars", der deutsche Filmschaffende ehrt; auch die Deutsche Kinemathek ist nicht weit entfernt. Eine atemberaubende Aussicht hat man von der Aussichtsterrasse auf dem Kollhoff-Tower. Der schnellste Fahrstuhl Europas bringt einen in nur 20 Sekunden auf die Panorama-Point-Dachterrasse.

Sony Center am Potsdamer Platz

Sony Center
© dpa

Das Ende der Tour ist zugleich einer der Höhepunkte: Das Sony Center mit seinem zeltartigen Dach, das die Skyline des Potsdamer Platzes prägt. Die Stahlkonstruktion schwebt wie ein riesiger Regenschirm über einer "Piazza" mit Brunnenanlage, Kinos, Läden und Restaurants. Ein idealer Platz, um das moderne Berlin bei einer Tasse Kaffee auf sich wirken zu lassen. Hier endet die Tour, zurück zum Hauptbahnhof gelangt man schnell mit Bus oder Taxi.

Zurück zum Hauptbahnhof

Corona-Teststelle im Hauptbahnhof
© dpa

Wer mit dem Bus zurückfahren möchte, geht am besten zum S+U-Bahnhof Potsdamer Platz, von dort fährt der Bus M41 in rund sieben Minuten direkt zum Hauptbahnhof. Ein Taxi braucht kaum fünf Minuten, den Fahrer allerdings bitten, durch den Tiergarten-Tunnel zu fahren.

Streckenverlauf: Berlin in drei Stunden

Der Streckenverlauf ist derzeit leider nicht verfügbar.

Fotostrecken:

  • Bundeskanzleramt in Berlin© dpa
    Bundeskanzleramt
  • Reichstagsgebäude in Berlin© picture alliance / dpa
    Reichstagsgebäude in Berlin
  • Brandenburger Tor© dpa
    Brandenburger Tor
  • Holocaust-Mahnmal© dpa
    Holocaust-Mahnmal
  • Gedächtniskirche in Berlin© dpa
    Berlin für Anfänger
  • Brandenburger Tor© dpa
    Berlins Top 20
Buslinie 100 hält am Berliner Dom
© dpa

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Quelle: BerlinOnline

| Aktualisierung: 25. Januar 2021