Bundeskanzleramt

Bundeskanzleramt

Das Bundeskanzleramt ist das Büro der Bundeskanzlerin. Das Moderne Gebäude im Regierungsviertel ist Teil des sogenannten Band des Bundes, dem Gebäudeensemble mit Regierungsbauten am Spreebogen.

  • Bundeskanzleramt© dpa
  • Bundeskanzleramt© dpa
  • Bundeskanzleramt© dpa
    Der Schriftzug "Berlin" ist am 06.01.2016 in Berlin in den Schnee gemalt. Im Hintergrund ist das illuminierte Bundeskanzleramt und das beleuchtete Sony-Center (l) zu sehen.
  • Bundeskanzleramt© dpa
Wie eine Spange legt sich nördlich vom Reichstag das sogenannte Band des Bundes über den Spreebogen. Es umfasst – von Westen nach Osten – den "Kanzlerpark" auf der rechten Spreeseite, das Kanzleramt, das Paul-Löbe-Haus mit Büros für die Parlamentarier sowie – wieder am rechten Flussufer – das Marie-Elisabeth-Lüders- Haus, in dem u.a. die Parlamentsbibliothek untergebracht ist.

Planungen zum Band des Bundes

Der Masterplan der Berliner Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank wurde weithin als Geniestreich gefeiert. Kein anderer Wettbewerbsvorschlag setzte so radikal auf eine Neugliederung des Spreebogens, dessen Bebauung, das Alsenviertel, im Krieg bis auf die Schweizer Botschaft untergegangen war. Mit dem Band des Bundes hat der Tiergarten wieder eine akzentuierte nördliche Rahmung erhalten, wo er früher nur ausfranste. Symbolträchtig auch, dass das Kanzleramt als Regierungszentrale nicht in eine architektonischen Konkurrenz zum Parlamentssitz tritt, sondern sich in das Band der Bundesbauten eingliedert. Den Sparauflagen zum Opfer fiel ausgerechnet der einzige Teil, der für die Öffentlichkeit gedacht war: Das im Bebauungsplan nicht näher definierte "Forum" zwischen Kanzleramt und Löbehaus. So ist das "Band" nun in seiner Mitte aufgebrochen; das Kanzleramt, ebenfalls von Schultes und Frank entworfen, steht wie eine große Betonskulptur einsam in der Landschaft – wie es nie geplant war.

Fotostrecken

  • Fuchs im Garten vom Bundeskanzleramt© dpa
    Fuchs im Garten vom Bundeskanzleramt
  • Bundeskanzleramt in Berlin© dpa
    Bundeskanzleramt
  • Bundeskanzleramt Berlin© dpa
    Regierungsviertel in Berlin

Architektur des Kanzleramtes

Zwischen und über den zwei fünfgeschossigen Verwaltungstrakten erhebt sich das 36 Meter hohe "Leitungsgebäude", in dem die Büros des Kanzlers und seiner Staatsminister, der Kabinettsaal und Konferenzräume untergebracht sind. Nach Norden und Süden hin ist jeweils ein großer Bogen in die kahle Wand geschnitten, nach Osten (zum Haupteingang) und Westen hin sind die Außenmauern aufgelöst zu großen Glasflächen, die sich zwischen hohen Betonstelen spannen. Der große Bau erhält dadurch eine erstaunliche Transparenz und Leichtigkeit. Ganz anders wirken die beiden Seitentrakte, deren Grundrisse einem Kamm ähneln. Die Büroräume gruppieren sich um Lichthöfe, die vollständig verglast sind. So erscheinen die langen Seitenwände mit ihrem Wechsel von fensterlosen Betonmauern und großen Glasflächen kompakt und trutzig.

Das Löbehaus

Das Löbehaus, vom Münchner Architekten Stephan Braunfels entworfen, wirkt monumental und doch filigraner. Die Verbindung zum Kanzleramt und zum Lüdershaus schaffen weit auskragende Vordächer, die auf schlanken Betonsäulen stehen. Beiderseits eines Atriums, das den Bau in seiner gesamten Länge durchmisst, sind auch hier die Büros kammförmig angeordnet – allerdings in größerer Tiefe. Die Lichthöfe bleiben offen und sind durch eine durchlaufende Dachstruktur in den Gesamtbau einbezogen. Die Sitzungssäle sind in runden gläsernen Trakten untergebracht.

Informationen

Adresse
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin

Nahverkehr

Bus
Regional­bahn

Quelle: Jaron Verlag | Alle Texte, Fotografien und Grafiken auf dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt (Copyright). Sie dürfen weder kopiert, vervielfältigt, übersetzt noch in anderer Weise verwendet werden.

| Aktualisierung: 10. Juli 2018