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Partizipationsverfahren im Fokus

Partizipation-Planungsabläufe

Ernst-Reuter-Schule, 01K03

Stralsunder Straße 57, Mitte

Die Planungen für die Sanierung der Ernst-Reuter-Oberschule in Berlin-Mitte sind 2019 im Rahmen der schulfachlichen Bedarfsermittlung mit den Partizipations-Workshops gestartet. Die Teilnehmenden der Workshops setzen sich zusammen aus der Schulgemeinschaft, der Quartiersentwicklung, dem Bezirk Mitte, der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sowie der HOWOGE. Koordination und Lenkungen der Workshops übernehmen die beauftragten Planungsbüros. Parallel dazu untersuchen Gutachterbüros und Sachverständige das bestehende Gebäude mit dem Ziel, eine fundierte Grundlage für den Umfang der anstehenden Sanierungsmaßnahmen zu erhalten. Das Verfahren dient der Erarbeitung der räumlichen und schulfachlichen Entwicklung der Ernst-Reuter-Schule sowie der Umsetzung der Campusidee mit der benachbarten Gustav-Falke-Grundschule. Ende 2020 soll eine fundierte Machbarkeitsstudie vorliegen, um im Anschluss daran zu Beginn des Jahres 2021 mit der Erstellung des Bedarfsprogramms zu starten. Um die Veranstaltung coronabedingt nicht verschieben zu müssen, fanden die Workshops im ersten Halbjahr 2020 in digitaler Form statt. Die Beteiligten wurden Schritt für Schritt durch digitale Präsentationen geführt, die vorab per Mail zugesandt wurden. Auch mit diesem Format konnten gute Diskussionsergebnisse erzielt werden, die in ein funktionales Raumkonzept einflossen. Dieses wurde der Schulgemeinschaft in einer großflächigen Präsenz-Ausstellung im August 2020 erläutert.

Neubau ISS Eisenacher Straße, 07Kn02

Eisenacher Straße 53, Tempelhof-Schöneberg

Themenschwerpunkte dieses Partizipationsverfahrens im ersten Halbjahr 2020 war die Gestaltung des Schulgebäudes, der Sporthalle und der Außenflächen. Das Verfahren wurde von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie durchgeführt, am Partizipationsverfahren nahmen u. a. Vertreterinnen und Vertretern der benachbarten Schätzelberg-Grundschule teil. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Kooperation beider Schulen und die gemeinsame Nutzung von Räumen im Schulgebäude, der Sporthalle und den Außenflächen der ISS durch die Schülerinnen und Schüler der Grundschule. Ein weiteres Thema war die Möglichkeit der außerschulischen Nutzung. So wird die geplante Sporthalle auch für den Vereinssport nutzbar sein. Insgesamt kann eingeschätzt werden, dass das Partizipationsverfahren erfolgreich verlief. Die Ergebnisse werden in die weiteren Planungen übernommen. Ein Vertreter der schulischen Gremien des Bezirks wird als stimmberechtigter Sachpreisrichter in der Wettbewerbsjury teilnehmen. Die Maßnahme wird durch die HOWOGE realisiert.

Gemeinschaftsschule Adlershof, 09Kn01

Hermann-Dorner-Allee / Eisenhutweg, Treptow-Köpenick

Für den Neubaustandort Gemeinschaftsschule Adlershof, der bis zum Schuljahr 2024/25 von der Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE realisiert wird, stand die Aufgabe im Mittelpunkt, eine Schule mit Sporthalle für rund 1.400 Schülerinnen und Schüler auf einem ca. 3,5 Hektar großen Grundstück zu planen. Das Partizipationsverfahren wurde unter Federführung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie durchgeführt. Zwei Workshops fanden mit den Beteiligten der bezirklichen Fachämter, der HOWOGE, Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksschulgremien und einer Arbeitsgruppe der künftigen Pädagoginnen und Pädagogen statt. Moderiert wurden die Workshops vom Planungsbüro Gruber & Popp Architekten BDA. Zu Beginn des ersten Workshops informierten die Vertreterinnen und Vertreter der Senatsbildungsverwaltung über das neue Musterraum- und Funktionsprogramm sowie über die Qualitätsstandards für Neubauschulen. Schnell wurde allen Beteiligten klar, dass mit diesen Vorgaben bereits eine Reihe von Ansprüchen der zukünftigen Nutzergruppen an den Schulbau berücksichtigt wurde. Diskussionsbedarf gab es insbesondere zu den Themen Außenraumgestaltung, Sportaußenanlagen, städtebauliche Einordnung, Dachflächen als „grünes Klassenzimmer“, außerschulische Nutzung, Schulwegsicherheit und Anbindung an den ÖPNV. Alle raumrelevanten Festlegungen des Partizipationsverfahrens werden jetzt in die weiteren Planungen (Bedarfsprogramm, Wettbewerbsunterlagen) übernommen. Zukünftig wird eine Vertretung der Schulgemeinschaft als stimmberechtigter Sachpreisrichter an der Wettbewerbsjury teilnehmen.