Projekte im Fokus

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Arnold-Zweig Grundschule, Pankow, Aufbau der Module

Schuldrehscheibe Eschengraben

Schuldrehscheiben in Pankow

Der Bezirk Pankow schafft schnell Schulplätze mit sogenannten “Schuldrehscheiben”. Diese nachhaltig konzipierten Ausweichgebäude sorgen für einen fortlaufenden und störungsfreien Unterricht, während die jeweilige Bestandsschule saniert, umgebaut oder erweitert wird. Für die Drehscheiben ist geplant, dass sie nacheinander von fünf Schulgemeinschaften genutzt werden können.

Die erste Drehscheibe “Eschengraben“ entsteht in Stahlmodulbauweise an der Thulestraße. Das Gebäude für bis zu 600 Schülerinnen und Schüler ist viergeschossig angelegt und bietet diverse Unterrichts- und Nebenräume sowie eine Mensa. Die Gesamtkosten betragen rund 25 Mio. Euro.

Die zweite Drehscheibe wird auf der “Werneuchener Wiese” gebaut. Sie bietet 800 Schulplätze und erhält eine Dreifeldsporthalle, die auch für den Vereinssport genutzt werden kann. Dieses Gebäude wird in Holzmodulbauweise errichtet. Die Gesamtkosten hier sind mit rund 32,2 Mio. Euro eingeplant.

Die Module beider Standorte kommen vorproduziert an, werden vor Ort montiert und ausgebaut. Für den Aufbau ist daher nur eine vergleichsweise kurze Zeit nötig, ganz im Sinne einer nachhaltigen Bauweise. Beide Gebäude werden bis Mitte 2023 fertiggestellt sein.

Video zum Drehscheibenkonzept

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Außenansicht Hausburgmodul

Holzmodulbau in Friedrichshain-Kreuzberg

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat zum Schuljahr 2021/2022 einen eigenen Holzmodulbau, das sog. „Hausburgmodul“ auf den Weg gebracht und am Standort der Namensgeberin, der Hausburg-Grundschule, realisiert. Ein großer Vorteil dieses Modulbaus besteht darin, dass er nach Ende der Standzeit an einen anderen Schulstandort versetzt werden kann. In Kombination mit der Dreigeschossigkeit ist dieser Prototyp bislang bisher einmalig in Berlin. Aktuell ist am Standort eine langfristige Nutzungszeit von acht Jahren geplant. Das Hausburgmodul bietet Platz für rund 300 Grundschülerinnen und -schüler.

Die Modularität spielt neben der Qualität eine entscheidende Rolle. Die Einheitsgröße der Module gewährleistet eine Kompatibilität der Module untereinander bei gleichzeitig hoher Flexibilität. Der Bau wurde aus 75 Modulen zusammengesetzt und umfasst eine Fläche von 2.100 m². Die Module wurden im Werk vorgefertigt und am Standort direkt montiert. Neben zwölf Unterrichtsräumen und einer Mensa sind dort auch Gruppen- und Verwaltungsräume untergebracht. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 6,2 Mio. Euro und wurden aus SIWA-Mitteln (Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt) finanziert.

Containerbauten (Pavillons)

Für eine zügige Bereitstellung temporärer Schulplätze bietet das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf den Bezirken eine Dienstleistungsfunktion zur Pavillonbeschaffung an. Grundlage hierfür bildet der Taskforce-Beschluss 10/2020. Errichtet werden Klassenzimmer in Containerbauten (sogenannte Pavillons) mit und ohne Sanitäreinrichtung. Das Konzept wird zunächst in einer Pilotphase mit Charlottenburg-Wilmersdorf, Neukölln, Marzahn-Hellersdorf und Tempelhof-Schöneberg unter Koordination der Gemeinsamen Geschäftsstelle Schulbauoffensive der Berliner Bezirke erprobt. Als Dienstleister unterstützt Charlottenburg-Wilmersdorf die genannten Bezirke bei der Erstellung der EVU / BPU sowie der Bauanträge und übernimmt die Durchführung der Ausschreibungs- und Vergabeverfahren und der Baumaßnahme. Nach Ablauf von bis zu vier Jahren Nutzungsdauer übernimmt der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf anschließend auch das Umstellen der Pavillons an andere Standorte. Ziel war es, die ersten Pavillons zum Jahresende 2021 an die einzelnen Bedarfsträger zu übergeben. Die ersten Bauanträge im Rahmen der Pilotdienstleistung wurden im Juni 2021 eingereicht.

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Pilotphase zur Nachnutzung Tempohome-Container

Im Juni 2020 beschloss die Taskforce Schulbau, das Angebot der BIM zur Unterstützung bei der Nachnutzung von Tempohome-Containern für schulische Zwecke für die Dauer einer Pilotphase weiter zu verfolgen. In diesem Zusammenhang wird geprüft, inwieweit sich die vorhandenen Container aus der Flüchtlingsunterbringung (Tempohomes) für eine temporäre Weiternutzung innerhalb der Berliner Schulbauoffensive eignen und ob dies wirtschaftlich ist. Ziel der Pilotphase ist es, den Bezirken ein standardisiertes Planungs- und Umsetzungsverfahren für die temporäre schulische Nutzung umgerüsteter Tempohome-Container anbieten zu können, sofern Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit nachgewiesen sind.

Im Dezember 2020 wurde die erste Projektvereinbarung zur Pilotplanung für die Nachnutzung von Tempohome-Containern zwischen den Senatsverwaltungen für Bildung, Jugend und Familie und der BIM unterzeichnet. Auch hier bildet der oben genannte Beschluss die Grundlage. Inhalt der Vereinbarung ist die Überprüfung der Machbarkeit der Nachnutzung von Tempohome-Containern für schulische Zwecke anhand von drei Pilotplanungen (Mensa, Pavillons und dreigeschossiges Erweiterungsgebäude). Erste Ergebnisse hinsichtlich Machbarkeit und Kosten werden derzeit konkretisiert.

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Visualisierung "Spandauer Würfel"

Pilotprojekt Spandauer Würfel

Das Pilotprojekt zur Umsetzung eines Schulgebäudes aus Tempohome-Containern mit dem Namen “Spandauer Würfel” setzt der Bezirk Spandau gemäß oben genanntem Beschluss mit der BIM als Baudienstleisterin um. Als Standort wurde die Integrierte Sekundarschule an der Haveldüne ausgewählt. Aus insgesamt 60 Gemeinschaftscontainern, die ehemals der Unterbringung von Geflüchteten dienten, entsteht seit Ende November 2021 ein neues dreigeschossiges Interimsgebäude für die Sekundarstufe I. Die geplante Standzeit liegt bei bis zu fünf Jahren, der Bau wird aus mindestens drei allgemeinen Unterrichtsräumen, neun Teilungsräumen sowie Räumlichkeiten für das pädagogische Personal bestehen.

Das Gebäude soll ab dem Schuljahr 2022/2023 ein Erweiterungsangebot für bis zu 100 Schülerinnen und Schüler bieten. Vorrangiges Ziel dabei ist es, die dringend erforderlichen Schulplätze zügig zu schaffen. Die Umsetzung des Pilotprojekts liefert einen zusätzlichen Baustein zur Prüfung, ob der Umbau von Tempohome-Containern technisch, wirtschaftlich und nachhaltig sinnvoll ist. Die Gesamtkosten für die Umrüstung und Aufstellung der Container-Module belaufen sich auf rund 2,2 Mio. Euro, finanziert aus dem Sondervermögen Infrastruktur Wachsende Stadt (SIWA).

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