Gemälde "Der Berliner Kongreß von 1878"
Gemälde Berliner Kongreß von 1878
Bild: Stiftung Stadtmuseum Berlin
2005 wurde im Festsaal des Berliner Rathauses das Gemälde „Der Berliner Kongreß von 1878“ des Hofmalers Anton von Werner (1843-1915) enthüllt. Das 6,15 Meter breite und 3,60 Meter hohe Gemälde zeigt die abschließende Sitzung des Berliner Kongresses am 13. Juli 1878 in der Reichskanzlei.
Zu sehen sind der deutsche Kanzler Otto von Bismarck, der russische Botschafter in London, Peter Graf Schuwalow, der Außenminister Österreich-Ungarns, Gyula Andrássy, Russlands Staatskanzler Alexander Fürst Gortschakow, der britische Premier Benjamin Disraeli (Earl of Beaconsfield) sowie im Hintergrund zwischen den türkischen Delegierten der britische Außenminister Lord Salisbury. Das Ergebnis der Konferenz, an der die fünf europäischen Großmächte und das Osmanische Reich teilnahmen, führte zum Abschluss des „Berliner Friedens“, mit dem die Auseinandersetzungen nach dem russisch-türkischen Krieg von 1877/78 endgültig beigelegt wurden.
Werners Gemälde ist eine Auftragsarbeit für die Stadt Berlin. Die Stadtverordneten hatten den Magistrat ermächtigt, 60.000 Mark aufzuwenden, um „das Gedächtnis an die für Frieden und Wohlfahrt so bedeutsame Begebenheit“ zu würdigen. Hintergrund dieser Entscheidung war, dass der geplante Empfang der Konferenzteilnehmer im Rathaus nicht hatte stattfinden können, weil Kaiser Wilhelm I. auf Grund eines Attentats schwer verletzt war.
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