Anpassung der Gebietskulisse für das Neue Stadtquartier Blankenburger Süden

Pressemitteilung vom 07.07.2026

Aus der Sitzung des Senats am 7. Juli 2026:

Der Senat hat heute auf Vorlage des Senators für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Christian Gaebler, die Änderung des Paragraf-9-Gebiets Blankenburger Süden beschlossen. Ursprünglich wurde mit einem Beschluss vom 9. Januar 2018 das Gebiet um den Blankenburger Pflasterweg und die Heinersdorfer Straße sowie die daran angrenzenden Flächen in den Ortsteilen Pankow, Heinersdorf, Blankenburg, Französisch Buchholz, Stadtrandsiedlung Malchow und Weißensee als „Gebiet von außergewöhnlicher stadtpolitischer Bedeutung“ festgestellt. Seit damals liegt die Verantwortung für die Aufstellung von Bebauungsplänen und Landschaftsplänen bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie bei der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt.

Mit dem aktuellen Senatsbeschluss wird die im Jahr 2018 festgelegte Gebietskulisse nun überarbeitet und insgesamt verkleinert. Dabei bleiben Flächen als Gebiet von außergewöhnlicher stadtpolitischer Bedeutung erhalten, allerdings mit gezielten Anpassungen: Flächen, die für die weitere Entwicklung des Neuen Stadtquartiers Blankenburger Süden nicht mehr erforderlich sind, werden aus dem Gebiet herausgenommen. Dort wird absehbar keine städtebauliche Entwicklung mehr im Zusammenhang mit dem Blankenburger Süden stattfinden. Gleichzeitig werden kleinere Arrondierungsflächen hinzugefügt, um die städtebaulichen Ziele für das Neue Stadtquartier im Bereich Heinersdorf besser umsetzen zu können.

Die Bevölkerungsentwicklung Berlins ist weiterhin von einem dynamischen Wachstum geprägt. In den kommenden Jahren wird der Wohnungsbedarf weiter steigen. Dies stellt das Land Berlin vor die Herausforderung, die Siedlungsstruktur nachhaltig und sozial gerecht weiterzuentwickeln. Das zu erwartende Bevölkerungswachstum kann dabei nicht allein durch die Nachverdichtung in der Innenstadt oder im bestehenden Siedlungsbestand aufgefangen werden. Vielmehr sind auch große Neubaustandorte als Neue Stadtquartiere notwendig – dazu zählt das geplante Neue Stadtquartier Blankenburger Süden.

Der Blankenburger Süden, der sich aus der Teilfläche Nord, der Teilfläche Süd und dem Teilbereich „Alte Gärtnerei Heinersdorf“ zusammensetzt, ist mit etwa 8600 Wohneinheiten auf einer Gesamtfläche von rund 156 Hektar aktuell die größte zusammenhängende Wohnungsbauentwicklung in Berlin. Damit spielt das Neue Stadtquartier eine herausragende Rolle für den Berliner Wohnungsmarkt und die Erreichung der Wohnbauziele Berlins.

Um das Neue Stadtquartier Blankenburger Süden zu entwickeln, werden vorbereitende Untersuchungen gemäß Paragraf 165 Absatz 4 BauGB durchgeführt. Das im Rahmen dieser Untersuchungen entwickelte Struktur- und Nutzungskonzept für das Neue Stadtquartier Blankenburger Süden wurde am 8. April 2025 vom Senat beschlossen. Mit diesem Konzept hat sich die räumliche Planung für das Neue Stadtquartier deutlich konkretisiert. Der aktuelle Senatsbeschluss zur Anpassung der Gebietskulisse ist ein weiterer Schritt in der Konkretisierung und Umsetzung des Projekts.