Berlin übergibt Feinkonzept „Deutschland gewinnt mit BERLIN+“ an die Spitzenverbände des DOSB

Pressemitteilung vom 22.06.2026

Berlin hat am Freitag 35 Vertreterinnen und Vertreter der Spitzenverbände des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in der Hauptstadt empfangen und ihnen das Feinkonzept „Deutschland gewinnt mit BERLIN+“ übergeben. Mit dem Konzept bewirbt sich die Hauptstadt gemeinsam mit Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen darum, Ende September vom DOSB als deutscher Kandidat für Olympische und Paralympische Spiele ausgewählt zu werden.

Im Mittelpunkt des Treffens standen der Dank an die Verbände für ihre Unterstützung bei der Entwicklung des Bewerbungskonzeptes sowie der weitere Austausch über die Inhalte von BERLIN+. Zahlreiche Sportfachverbände hatten ihre Expertise in den vergangenen Monaten in die Planung eingebracht und damit wesentlich zur Ausarbeitung des Konzepts beigetragen.

Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin:
„BERLIN+ ist weit mehr als eine Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele. Es ist ein Zukunftsprojekt für unsere Stadt, unsere Partnerregionen und ganz Deutschland. Gemeinsam haben wir ein Konzept entwickelt, das Nachhaltigkeit, Inklusion, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Begeisterung für den Sport miteinander verbindet. Die Gespräche mit den Spitzenverbänden haben noch einmal deutlich gemacht, wie groß das Interesse an BERLIN+ und die Bereitschaft sind, diesen Weg gemeinsam zu gehen. Berlin ist bereit, Gastgeber für Olympische und Paralympische Spiele der nächsten Generation zu sein.“

Iris Spranger, Senatorin für Inneres und Sport:
„Das Feinkonzept, das Berlin und seine Partner nun übergeben haben, zeigt, wie Olympische und Paralympische Spiele des 21. Jahrhunderts aussehen können. Sie werden offen, inklusiv, nachhaltig und fest im Alltag der Menschen in unserer Stadt verankert sein. Mit BERLIN+ stärken wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt, bringen die Stadtentwicklung voran, fördern den Breiten- und Spitzensport und schaffen einen nachhaltigen Mehrwert für kommende Generationen.“

Kaweh Niroomand, Olympiabeauftragter des Landes Berlin:
„Das Feinkonzept ist das Ergebnis einer außergewöhnlichen Gemeinschaftsleistung. An diesem Konzept haben die Spitzenverbände des deutschen Sports ebenso mitgewirkt wie unsere Partnerländer, die Berliner Bezirke, zahlreiche Institutionen und viele Menschen in unserer Stadt. Gemeinsam ist es gelungen, eine Bewerbung zu entwickeln, die auf bestehende Sportstätten setzt, nachhaltige Impulse für die Zukunft schafft und die Menschen in den Mittelpunkt stellt. Die Übergabe des Feinkonzepts war deshalb auch ein Zeichen des Dankes an alle, die ihre Expertise, ihre Ideen und ihre Perspektiven in diesen Prozess eingebracht haben. BERLIN+ zeigt, dass Olympische und Paralympische Spiele nachhaltig, modern und gemeinsam gedacht werden können – als Gewinn für den Sport, die Stadt und das ganze Land.“

Der Besuch begann am Nachmittag mit einem Empfang der Vertreterinnen und Vertretern der Spitzenverbände im Roten Rathaus. Im Anschluss ging es gemeinsam zum Olympiastadion Berlin.

Dort begrüßten der Regierende Bürgermeister Kai Wegner und Innensenatorin Iris Spranger weitere Ehrengäste. Darunter waren die ehemaligen Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit und Michael Müller, Mitglieder des Kuratoriums der Berliner Olympiabewerbung sowie Botschafterinnen und Botschafter der Bewerbung. Zu ihnen gehörten unter anderem die Olympiasiegerinnen und Olympiasieger Natascha Keller, Ronald Rauhe, Elena Semechin und Kristina Vogel.

Nach einem gemeinsamen Erinnerungsfoto auf dem Plateau des Marathontores folgte im Innenbereich des Olympiastadions eine Präsentation des Bewerbungskonzepts BERLIN+. Moderiert wurde das Programm von Fabian von Wachsmann und dem Olympiabeauftragten des Landes Berlin, Kaweh Niroomand.
Höhepunkt des Nachmittags war die feierliche Übergabe des Konzepts „Deutschland gewinnt mit BERLIN+“ durch 40 Kinder und Jugendliche. Das Feinkonzept, die ausführliche schriftliche Ausarbeitung der Bewerbung, vermittelt einen umfassenden Einblick in die Planungen für mögliche Olympische und Paralympische Spiele in Berlin und den Partnerregionen.

Beim anschließenden gemeinsamen Ausklang im Olympiastadion nutzten Vertreterinnen und Vertreter aus Sport, Politik und Gesellschaft die Gelegenheit zum weiteren Austausch über die Bewerbung und die Zukunft des deutschen Spitzensports.
Das Feinkonzept „Deutschland gewinnt mit BERLIN+“ steht ab sofort auch der Öffentlichkeit zur Verfügung und kann unter www.berlin-olympiabewerbung.de/presse eingesehen werden.

Hintergrund: Das Feinkonzept „Deutschland gewinnt mit BERLIN+“

Das Konzept fasst erstmals die vollständigen Planungen von BERLIN+ für mögliche Olympische und Paralympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 zusammen. Das Dokument bündelt die zentralen Inhalte der Bewerbung und zeigt auf, welche Chancen und Perspektiven die Spiele für Berlin, die Partnerregionen und ganz Deutschland eröffnen können.

Unter dem Leitgedanken „Spiele, die verbinden“ steht BERLIN+ für ein neues Verständnis Olympischer und Paralympischer Spiele: nachhaltig statt überdimensioniert, gemeinsam statt isoliert und mit einer Wirkung, die weit über die Dauer des Sportereignisses hinausreicht. Die Bewerbung wird gemeinsam von Berlin sowie den Partnerländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen getragen.

Im Mittelpunkt steht die Vision, Olympische und Paralympische Spiele als Impuls für eine lebenswerte, inklusive und zukunftsfähige Stadtentwicklung zu nutzen. Mehr als 97 Prozent aller Wettkampfstätten bestehen bereits oder werden temporär errichtet. Investitionen konzentrieren sich auf Bereiche mit dauerhaftem Nutzen, darunter Sport, Mobilität, Barrierefreiheit und nachhaltige Stadtentwicklung.

Gezeigt wird dabei nicht nur, wie die Spiele organisiert werden könnten, sondern vor allem, welche Impulse sie für Sport, Mobilität, Barrierefreiheit und die Entwicklung der Stadt sowie ihrer Partnerregionen geben können.

Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist das Host City Programm. Es versteht die Spiele als urbanes Gesamterlebnis, das Sport, Kultur und öffentliche Räume miteinander verbindet. Herzstück ist ein Olympischer Parcours vom Olympiastadion über die Berliner Innenstadt bis zum Tempelhofer Feld. Entlang dieser Achse entstehen Orte der Begegnung und des gemeinsamen Erlebens. Gleichzeitig werden prägende Berliner Orte wie das Brandenburger Tor oder das Tempelhofer Feld Teil eines unverwechselbaren olympischen Erscheinungsbildes.

Das Feinkonzept dokumentiert zudem die umfassende Beteiligung der Berlinerinnen und Berliner am Bewerbungsprozess. Die Ergebnisse der Dialogformate sowie die daraus entwickelte Bürgercharta für Olympia sind bereits in die Planung eingeflossen und bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Ausgestaltung der Bewerbung. Transparenz, Dialog und Mitwirkung sind dabei zentrale Prinzipien des gesamten Projekts.

Mit der Veröffentlichung beginnt die nächste Phase des nationalen Auswahlverfahrens. BERLIN+ verbindet sportliche Exzellenz, gesellschaftlichen Mehrwert und nachhaltige Entwicklung zu einer Bewerbung, die Olympische und Paralympische Spiele neu denkt und einen Beitrag für die Zukunft des Sports in Deutschland leisten will.

Bild zum Download (Copyright Senatskanzlei Berlin)

  • Empfang der Spitzenverbände des DOSB
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