Gründung des Vereins „Zentrum für Safe Sport“

Pressemitteilung vom 09.06.2026

Aus der Sitzung des Senats am 9. Juni 2026:

Der Senat hat heute auf Vorlage der Senatorin für Inneres und Sport, Iris Spranger, zugestimmt, dass das Land Berlin gemeinsam mit dem Bund und den Bundesländern den Verein „Zentrum für Safe Sport“ gründet. Zugleich wurde die Senatorin für Inneres und Sport ermächtigt, das Land Berlin als Gründungsmitglied zu vertreten. Die Gründung soll in diesem Halbjahr erfolgen. Die Bundesländer haben sich bereit erklärt, weiterhin vertrauensvoll am Aufbau des „Zentrums für Safe Sport“ und an seinen Strukturen mitzuarbeiten.

Das „Zentrum für Safe Sport“ soll eine zentrale, unabhängige Einrichtung zur Bekämpfung interpersonaler Gewalt im deutschen Sport sein. Darunter wird der absichtliche Einsatz von Gewalt gegen andere verstanden, etwa in Form von physischer, psychischer oder sexualisierter Gewalt, sowie Vernachlässigung. Das „Zentrum für Safe Sport“ nimmt Aufgaben in den Bereichen Prävention, Intervention sowie Aufarbeitung wahr und bietet unter anderem eine Meldestelle zur Entgegennahme von Hinweisen an. In dem Zentrum sollen Untersuchungs-, Mediations- und Disziplinarverfahren durchgeführt werden. Es sollen Standards im Bereich Safe Sport entwickelt und Personen und Organisationen zertifiziert werden. Zur Umsetzung dieser Aufgaben ist die Gründung eines Trägervereins erforderlich.

Seit Dezember 2022 engagiert sich das Land Berlin im Dialogprozess „Zentrum für Safe Sport“des Bundes, in dem gemeinsam mit Akteuren aus dem organisierten Sport, den Betroffenen, der Gesellschaft und der Wissenschaft sowie mehreren Bundesländern Bausteine für ein künftiges „Zentrum für Safe Sport“ festgelegt wurden. Die Arbeit des „Zentrums für Safe Sport“ konzentriert sich zunächst nur auf den Spitzensport. Der Sitz des Vereins wird in Kassel sein.