Stabile Mehrheit für die Spiele in Berlin - 2. Umfrage des DOSB: Zustimmung zu Olympischen und Paralympischen Spielen in Berlin parteiübergreifend hoch

Pressemitteilung vom 03.06.2026

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Die Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner befürwortet weiterhin die Bewerbung ihrer Stadt um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele. Das ist das Ergebnis der zweiten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Demnach sprechen sich 56 Prozent der Befragten grundsätzlich für die Austragung der Spiele in Berlin aus. 38 Prozent antworteten mit „Ja“, weitere 18 Prozent mit „eher Ja“. Für die Umfrage wurden vom 26. bis 30. Mai erneut 1.205 Berlinerinnen und Berliner befragt.

Im Vergleich zur ersten Umfrage im März ist die Zustimmung zwar um vier Prozentpunkte von 60 auf 56 Prozent gesunken. Insgesamt bleibt die Unterstützung für die Spiele in Berlin jedoch auf einem stabil hohen Niveau. Besonders bemerkenswert ist die parteiübergreifende Zustimmung: Überdurchschnittlich hoch fällt sie bei den Anhängerinnen und Anhängern der SPD aus (76 Prozent „Ja“ oder „eher Ja“), gefolgt von CDU (66 Prozent) und Grünen (65 Prozent). Aber auch bei den Wählerinnen und Wählern der Linken (56 Prozent) sowie der AfD (51 Prozent) überwiegt die Zustimmung zur Berliner Bewerbung.

Die Umfrage zeigt darüber hinaus, dass die Bewerbung weit über einzelne Kieze oder politische Milieus hinaus Rückhalt genießt. In elf der zwölf Berliner Bezirke sprechen sich mehr Menschen für als gegen Olympische und Paralympische Spiele in Berlin aus. Besonders hohe Zustimmungswerte erreichen Reinickendorf (68 Prozent), Neukölln (63 Prozent) sowie Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg (jeweils 60 Prozent). Damit findet die Bewerbung in nahezu allen Teilen der Stadt eine Mehrheit. Mit 35 Prozent Zustimmung stellt Friedrichshain-Kreuzberg innerhalb der Berliner Bezirkslandschaft eine deutliche Ausnahme dar und wirkt sich entsprechend auf das Gesamtergebnis aus.

Auch in den verschiedenen Altersgruppen findet die Bewerbung mehrheitlichen Rückhalt. Bei den 18- bis 29-Jährigen sprechen sich 65 Prozent für die Spiele in Berlin aus – ein Anstieg um zwei Prozentpunkte gegenüber der ersten Umfrage. In der Altersgruppe der 30- bis 44-Jährigen liegt die Zustimmung ebenfalls bei 65 Prozent, bei den 45- bis 59-Jährigen bei 51 Prozent. Auch bei den über 60-Jährigen liegt die Zustimmung mit 49 Prozent leicht vor den 47 Prozent, die mit „Nein“ oder „eher Nein“ antworteten.

Die Bekanntheit der Berliner Bewerbung ist zudem weiter gestiegen. 78 Prozent der Befragten haben bereits von der Bewerbung Berlins um die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele gehört. Das entspricht einem Plus von einem Prozentpunkt gegenüber der Umfrage im März.

Kaweh Niroomand, Olympiabeauftragter des Landes Berlin: „56 Prozent Zustimmung sind ein starkes Ergebnis und zeigen, dass die Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner die Chancen einer Olympiabewerbung erkennt. Besonders freut mich, dass die Unterstützung parteiübergreifend hoch ist. Gerade bei den Wählerinnen und Wählern der Grünen und der Linken sehen wir Mehrheiten für die Bewerbung. Das zeigt, dass viele Menschen die Spiele nicht durch die Brille parteipolitischer Debatten betrachten, sondern danach, welchen Nutzen sie für Berlin bringen. Natürlich werden wir uns auf diesen Zahlen nicht ausruhen. Jetzt kommt es darauf an, weiter transparent zu informieren, Fragen offen zu beantworten und deutlich zu machen, welche Chancen die Spiele für Sport, Stadtentwicklung, Barrierefreiheit und den Zusammenhalt in unserer Stadt bieten. Wer die Menschen überzeugen will, muss mit ihnen im Gespräch bleiben. Genau das werden wir auch weiterhin tun.“

Hier die Ergebnisse der Umfrage