Senat beschließt Straßenumbenennung zu Ehren der Gedenkstätte Yad Vashem

Pressemitteilung vom 02.06.2026

Aus der Sitzung des Senats am 2. Juni 2026:

Der Senat hat heute auf Vorlage des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Kai Wegner, und der Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Ute Bonde, die Straßenumbenennung eines Abschnitts der Dorotheenstraße durch das Bezirksamt Mitte von Berlin beschlossen. Der Beschluss ermöglicht die Umbenennung des Abschnitts zwischen Wilhelmstraße im Osten und Ebertstraße beziehungsweise Friedrich-Ebert-Platz im Westen durch den dafür zuständigen Bezirk.

Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin: „Mit der Umbenennung eines Abschnitts der Dorotheenstraße erhält die Gedenkstätte Yad Vashem einen besonderen Ort mitten im Regierungsviertel unserer Hauptstadt. Berlin zeigt damit deutlich: Die Erinnerung an die Shoah und an dieses im deutschen Namen begangene Menschheitsverbrechen bleibt ein fester und unverrückbarer Teil unserer Geschichte. Gleichzeitig würdigen wir alle Menschen, die sich heute und in Zukunft für die Arbeit dieser wichtigen Einrichtung einsetzen.“

Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Mit der Umbenennung setzen wir ein sichtbares Zeichen im Herzen unserer Stadt. Erinnerung ist Teil unserer Gegenwart und Verpflichtung für die Zukunft. Die Verbindung zu Yad Vashem steht für das fortwährende Gedenken an die Opfer des Holocaust und für die Verantwortung, die daraus für unser Handeln heute erwächst. Gerade im Regierungsviertel wird deutlich, dass diese Verantwortung nicht abstrakt ist, sondern unser politisches und gesellschaftliches Handeln dauerhaft leiten muss.“

Die Benennung wird zum 20. Januar 2027, dem 85. Jahrestag der Wannseekonferenz, angestrebt. Die Straßenbenennung soll das historische und stadtbezogene Ereignis dieser Konferenz in Erinnerung halten. Die Lage im Regierungsviertel versinnbildlicht die besondere Verantwortung deutscher Politik für die Erinnerung und für die Sicherstellung und Förderung jüdischen Lebens in der Bundesrepublik Deutschland. Am 20. Januar 1942 schufen die Teilnehmer der Sitzung am Wannsee die organisatorischen und administrativen Voraussetzungen für den Holocaust, den Völkermord an sechs Millionen Jüdinnen und Juden mit industriellen Mitteln.