Berlin verstärkt Schutz und Unterstützung für Auszubildende aus Nicht-EU-Ländern
Pressemitteilung vom 05.05.2026
Aus der Sitzung des Senats am 5. Mai 2026:
Der Senat hat heute den von Senatorin Cansel Kiziltepe vorgelegten Zwischenbericht „Kontrollierte Rahmenbedingungen für Auszubildende aus Nicht-EU-Ländern“ beschlossen. Der Berliner Senat verstärkt damit seine Anstrengungen zur Sicherung fairer Ausbildungsbedingungen und zur Beseitigung von Missständen bei der Anwerbung von Auszubildenden aus Nicht-EU-Ländern.
Eine ressortübergreifende eingerichtete Projektgruppe erarbeitet gemeinsam mit Kammern, Gewerkschaften, Oberstufenzentren und zivilgesellschaftlichen Organisationen eine Bestandsaufnahme und konkrete Lösungen. Bereits jetzt zeigt sich: Insbesondere dubiose Vermittlungsagenturen, hohe Gebührenforderungen im Ausland sowie schwierige Lebensbedingungen in Berlin stellen viele Auszubildende vor große Herausforderungen.
Der Senat setzt hier gezielt an: Geplant sind verbindliche Qualitätskriterien für die Anwerbung, mehr Transparenz über seriöse Vermittlungsagenturen sowie bessere Unterstützungsstrukturen für Auszubildende. Zugleich drängt Berlin auf bundesweite Lösungen. Der Senat will sich gemeinsam mit anderen Bundesländern für einheitliche Standards, mehr Kontrolle und klare Zuständigkeiten einsetzen.
Cansel Kiziltepe, Senatorin für Arbeit, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung: „Gute Arbeit beginnt mit guter Ausbildung und die braucht klare Regeln. Wer nach Berlin kommt, um hier eine Ausbildung zu machen, muss sich auf faire Bedingungen verlassen können und das vom ersten Kontakt im Herkunftsland bis zum Abschluss der Ausbildung. Unser Ziel ist klar: Wir schützen junge Menschen konsequent vor unseriösen Vermittlungspraktiken und sorgen für eine nachhaltige und faire Fachkräftegewinnung für die Berliner Betriebe. Denn Fachkräfteeinwanderung darf kein rechtsfreier Raum sein. Wir brauchen endlich verlässliche Rahmenbedingungen auf Bundesebene.“
Bis zur Sommerpause wird die Bestandsaufnahme weiter vertieft. Ab dem zweiten Halbjahr 2026 sollen Maßnahmen schrittweise umgesetzt werden.
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