11. Fortschrittsbericht zum Schulbauprogramm: 8.551 neue Schulplätze im vergangenen Schuljahr
Pressemitteilung vom 05.05.2026
Aus der Sitzung des Senats am 5. Mai 2026:
Der Senat hat heute auf Vorlage von Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, den 11. Bericht zum Maßnahmen- und Finanzcontrolling für das Schulbauprogramm des Landes Berlin beschlossen. Die Berichterstattung erfolgt jährlich und berücksichtigt die zwischenzeitlich erfolgten Fortschreibungen der Finanz- und Schulbauplanung.
Der Bericht entstand in enger Abstimmung zwischen der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und den Senatsverwaltungen für Finanzen sowie für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen und den Bezirken. Mit seiner strukturierten und abgestimmten Darstellung zentraler Kennzahlen zu Bau-, Sanierungs- und Unterhaltungsmaßnahmen ist der Bericht ein verlässliches Instrument zur Steuerung und Weiterentwicklung der Berliner Schulbauoffensive und wird kontinuierlich fortgeschrieben.
Geschaffene Schulplätze und -bauten
Durch den Neubau und die Erweiterung von Schulen konnten im Rahmen der BSO seit dem Schuljahr 2016/17 bis zum Beginn des Schuljahres 2025/2026 insgesamt 52.765 Schulplätze baulich errichtet werden. Allein im Laufe des Schuljahres 2024/25 ist es gelungen, durch 27 abgeschlossene Schulbaumaßnahmen 8.551 Schulplätze an öffentlichen allgemeinbildenden Schulen zu realisieren.
Investitionen in den Schulbau
Die Investitionen in den Schulbau in Berlin liegen weiterhin auf hohem Niveau. Nach 1,09 Milliarden Euro im Jahr 2023 und 1,21 Milliarden Euro im Jahr 2024 wurden im Jahr 2025 rund 1,19 Milliarden Euro investiert. Damit bleibt der Schulbau bereits im dritten Jahr in Folge ein zentraler Investitionsschwerpunkt des Landes Berlin.
Seit Beginn der Berliner Schulbauoffensive im Jahr 2017 wurden insgesamt mehr als sieben Milliarden Euro in den Ausbau und die Modernisierung der Schulen investiert. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler um über 70.000 gestiegen. Zudem sind die Anforderungen an das Berliner Schulsystem deutlich gewachsen. Dazu zählen insbesondere die Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf oder Fluchtgeschichte sowie der kontinuierliche Ausbau von Ganztagsangeboten.
Der Mittelabfluss im zentralen Schulbau durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen lag im vergangenen Jahr bei 381,6 Millionen Euro und damit unter dem Vorjahreswert von 459,0 Millionen Euro. Gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen konnten zahlreiche Schulneubauprojekte planmäßig zum Abschluss gebracht werden. Der geringere Mittelabfluss ist ein klares Zeichen für den sichtbaren Fortschritt und den Erfolg der Berliner Schulbauoffensive.
Die geplanten Ausgaben für Baumaßnahmen der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Howoge steigen in den kommenden Jahren kontinuierlich von derzeit 306,7 Millionen Euro auf 450,8 Millionen Euro im Jahr 2029 und stehen für die anhaltend hohe Dynamik im Schulbau. Die prognostizierten Gesamtkosten für die Schulbaumaßnahmen der Howoge in Höhe von 5,33 Milliarden Euro bleiben dabei innerhalb des vom Senat festgelegten Rahmens von 5,6 Milliarden Euro.
Wesentliche Ergebnisse der Taskforce Schulbau
Die Taskforce Schulbau ist ein zentrales Steuerungsinstrument der Berliner Schulbauoffensive und hat seit ihrem Start bereits 68 Mal getagt. Allein im Jahr 2025 wurden bis Dezember zehn richtungsweisende Beschlüsse gefasst. Im Mittelpunkt standen die konsequente Weiterentwicklung der Planungsgrundlagen, ein tragfähiges Konzept für Sanierungsmaßnahmen sowie die gezielte Steuerung des Schulbaus in neuen Stadtquartieren. Zugleich wurden konkrete Entscheidungen für zentrale Standorte wie Falkenberger Straße und Blankenburger Süden getroffen. Damit sorgt die Taskforce für klare Prioritäten, beschleunigte Verfahren und eine verlässliche Umsetzung der Schulbauoffensive in ganz Berlin.
Der Bericht wird nun an das Abgeordnetenhaus weitergeleitet.
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