Sondervermögen Immobilien des Landes Berlin: Knapp 347 Mio. Euro sind im Jahr 2025 in die Sanierung von öffentlichen Gebäuden geflossen
Pressemitteilung vom 05.05.2026
Aus der Sitzung des Senats am 5. Mai 2026:
Die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) hat als Geschäftsführerin des Sondervermögens Immobilien des Landes Berlin (SILB) im Jahr 2025 rund 347 Mio. Euro für die Sanierung von öffentlichen Gebäuden verausgabt. Das geht aus dem aktuellen Bericht über die Entwicklung des Sanierungsstaus hervor, den der Senat heute auf Vorlage von Finanzsenator Stefan Evers beschlossen hat. Der Bericht wird dem Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses nun zur Kenntnisnahme unterbreitet.
Maßgebliches Instrument zur Bestimmung erforderlicher Maßnahmen zum Abbau des Sanierungsstaus im SILB ist der Gebäudescan der BIM GmbH. Im Zuge des Scans werden Sanierungsmaßnahmen nach vier Prioritäten geordnet. Maßnahmen in Priorität 1 sind unmittelbar erforderlich, um die weitere Vermietbarkeit zu sichern. Maßnahmen in Priorität 2 zielen auf die Einhaltung gesetzlicher und normativer Vorgaben ab. Die Maßnahmen der Prioritäten 1 und 2 bilden den Kernsanierungsstau. Die Maßnahmen in Priorität 3 und 4 entsprechen dem erweiterten Sanierungsstau und dienen dem Funktionserhalt sowie der Beseitigung von oberflächlichen Mängeln.
Gescannt werden neben dem allgemeinen Gebäudebestand auch Gerichte, Schulen, Polizei- und Feuerwehrgebäude, Kultureinrichtungen sowie Justizvollzugsanstalten und Gebäude zur Unterbringung von Flüchtlingen. Die zu sanierende Bruttogrundfläche betrug 2025 rund 5,3 Mio. Quadratmeter.
Der BIM GmbH obliegen Bewirtschaftung und systematischer Abbau des Sanierungsstaus. Maßnahmen zur Instandsetzung und Bauunterhaltung werden grundsätzlich aus den Mieteinnahmen bestritten. Es können aber auch Rücklagen gebildet und dem SILB zugeführt werden. Über die Angemessenheit und Höhe entscheidet der Hauptausschuss.
Der Sanierungsstau beträgt insgesamt rund 5,5 Mrd. Euro, davon rund 3,3 Mrd. Euro Kernsanierungsstau (Stand: Februar 2026). Die Entwicklung des Sanierungsstaus wird maßgeblich durch die hohen Baupreissteigerungen der vergangenen Jahre infolge der Corona-Pandemie, des Ukraine-Kriegs und weiterer Krisen beeinflusst. Die Senatsverwaltung für Finanzen ist mit der BIM GmbH in einem intensiven Dialog, um die Beseitigung des Sanierungsstaus zu beschleunigen.
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