Senat berichtet zu Ausgaben im Rahmen des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms 2030 (BEK 2030)
Pressemitteilung vom 21.04.2026
Aus der Sitzung des Senats am 21. April 2026:
In seiner heutigen Sitzung hat der Senat auf Vorlage von Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, den aktuellen Monitoringbericht zum Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm 2030 (BEK 2030) beschlossen.
Der Bericht zeigt die Vielfalt der im Berichtsjahr 2025 geförderten Klimaprojekte – von der Elektrifizierung der landeseigenen Fahrzeugflotte über Hitzeschutzmaßnahmen in sozialen Einrichtungen bis zur Qualifizierung von Berufsschullehrkräften im Bereich Klimabildung. Neben Haupt- und Bezirksverwaltungen konnten auch öffentliche Unternehmen, Vereine und gemeinnützige Träger von den Programmmitteln profitieren. Insgesamt stellte die Senatsverwaltung im Jahr 2025 bis zum Stichtag 31. Oktober rund 11,4 Millionen Euro bereit.
Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Klimaschutz und Klimaanpassung sind keine getrennten Aufgaben, sondern gehören zusammen. Mit dem BEK 2030 setzen wir gezielt dort an, wo Fortschritte schnell spürbar werden – in Gebäuden, Stadtgrün, Verkehr und Bildung. Jedes dieser Projekte trägt dazu bei, Berlin Schritt für Schritt widerstandsfähiger, lebenswerter und klimaneutral zu machen.“
Ein Schwerpunkt im Bereich Klimaschutz lag 2025 auf der Steigerung der Energieeffizienz und auf Maßnahmen zur Umstellung der öffentlichen Gebäude auf klimafreundliche Wärme. So wurde unter anderem die Installation intelligenter Heizkreisregelungen in mehreren bezirklichen Schulgebäuden gefördert. Solche Optimierungen bestehender Heizungssysteme ermöglichen kurzfristige Einsparungen bei Endenergieverbrauch und CO₂-Emissionen.
Mit dem neuen Angebot Eignungs-Check für Wärmepumpen soll die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung in landeseigenen Liegenschaften weiter beschleunigt werden. Auch im Bereich Beratung und Wissenstransfer wurden zahlreiche Projekte unterstützt – etwa der Effizienzcheck für den Einzelhandel, das Bauinformationszentrum BAUinfo Berlin sowie verschiedene Initiativen zur Klimabildung. Weiterhin wurde der Masterplan Solarcity der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe mit BEK-Mitteln fortgeführt. Der Photovoltaikausbau konnte im Jahr 2025 erneut gesteigert werden.
Zur Anpassung an den Klimawandel trug das Programm ebenfalls mit investiven Vorhaben bei. Gefördert wurden unter anderem die Entsiegelung und Umgestaltung eines Schulhofs (in Ergänzung zum Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung – BENE 2) sowie Regenwasserabkopplungsmaßnahmen auf einem Friedhof in Friedrichsfelde. Zudem ermöglichte das BEK 2030 eine Machbarkeitsstudie zur Anlage von Flachwasserzonen im Spandauer Maselakekanal unter Verwendung modularer Holzpflanzsysteme („wetland structures“) – ein Konzept, das künftig vor allem an engen Gewässerabschnitten neue ökologische Impulse setzen könnte.
Berlin hat sich das Ziel gesetzt, bis spätestens 2045 klimaneutral zu werden. Das BEK 2030 bildet das zentrale Instrument zur Umsetzung der Strategien und Handlungsfelder des Landes im Sinne des Berliner Klimaschutz- und Energiewendegesetzes (EWG Bln). Seit 2018 wurden im Rahmen des Programms 193 Projekte bewilligt, davon 143 bereits abgeschlossen und 50 aktuell in der Umsetzung.
Kontakt
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin