Dritte Sitzung des Kuratoriums für die Bewerbung Berlins um die Olympischen und Paralympischen Spiele
Pressemitteilung vom 15.04.2026
Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:
Zum dritten Mal hat sich das Kuratorium für die Bewerbung Berlins um die Olympischen und Paralympischen Spiele am Mittwoch, den 15. April 2026, in Berlin getroffen. In der Sitzung wurde über das Beteiligungsverfahren beraten, über die Umfrage des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und über die Frage, wie Berlin und insbesondere die Berliner Wirtschaft von einer Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele profitieren können.
Vorgestellt wurde das Konzept der Host City Berlin, das die Rolle der Stadt als internationaler Gastgeber und als Bühne für Sport, Kultur und gesellschaftlichen Austausch positioniert. Zudem präsentierte die Senatskanzlei die Bürgercharta sowie erste Ergebnisse aus dem Beteiligungsverfahren, das die Perspektiven der Berlinerinnen und Berliner in den weiteren Prozess einbindet.
Ein weiterer Schwerpunkt dieser Kuratoriumssitzung lag auf der Weiterentwicklung der Kommunikationsmaßnahmen. Die geplanten Aktivitäten sollen die Bewerbung noch stärker in der Stadt verankern und den Dialog mit der Bevölkerung fortsetzen. Susanne Buss, Vorstandsvorsitzende der Volkssolidarität Berlin, beleuchtete soziale Fragestellungen, etwa mit Blick auf obdachlose und wohnungslose Menschen, die im Kontext möglicher Spiele mitgedacht werden können.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt die wirtschaftliche Hebelwirkung einer Olympiabewerbung. Die Erfahrungen aus Paris als Austragungsort der Sommerspiele 2024 sowie Einschätzungen aus Tourismus und Wirtschaft machten deutlich, welches Potenzial für Wachstum, Beschäftigung und eine nachhaltige Entwicklung in Berlin steckt.
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner: „Die Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner befürwortet Olympische und Paralympische Spiele in Berlin. Die Berlinerinnen und Berliner sehen die Chancen, die damit für unsere Stadt verbunden sind. Mich freut besonders, dass junge Menschen sich für Olympische Spiele in unserer Stadt aussprechen. Wir nutzen diese Bewerbung um Olympia, um vieles in Berlin spürbar zu verbessern – und werden in die Infrastruktur, die Sportstätten, den Wohnungsbau investieren und damit auch die Berliner Wirtschaft stärken. Unser Ziel ist klar: Mit Olympischen und Paralympischen Spielen werden wir Berlin moderner und noch lebenswerter gestalten – für die künftigen Generationen.“
Die Senatorin für Inneres und Sport, Iris Spranger: „60 Prozent der Berlinerinnen und Berliner sind für die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele in unserer Stadt. Für mich heißt das: Unsere Argumente in den Dialogformaten mit den Bürgerinnen und Bürgern überzeugen. Ich finde es sehr gut, dass die vielfältigen, konstruktiven und greifbaren Rückmeldungen der Berlinerinnen und Berliner nun auch in die Fortentwicklung unseres Bewerbungskonzepts einfließen können. Dies ist ein tolles Ergebnis, das bei einer einfachen Abfrage nach einem ‚Ja‘ oder ‚Nein‘ nicht möglich gewesen wäre.“
Der Olympia-Beauftragte für Berlin, Kaweh Niroomand: „Die große Zustimmung in der Stadt ist ein starkes Signal. Wenn rund 60 Prozent der Berlinerinnen und Berliner eine Bewerbung unterstützen, zeigt das, welches Vertrauen und welche Erwartung mit diesem Projekt verbunden sind. Olympische und Paralympische Spiele können diese Energie aufnehmen und in eine gemeinsame Bewegung für Berlin übersetzen. Wenn es uns gelingt, diese gesellschaftliche Dynamik mit den wirtschaftlichen Chancen zu verbinden, entsteht eine Entwicklung, die weit über den Zeitraum der Spiele hinausreicht und die Stadt nachhaltig stärkt.“
Markus Voigt, Präsident des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI): „Olympische und Paralympische Spiele sind für Berlin kein Kostenfaktor, sondern eine Investition in die Zukunft der Stadt. Sie können wirtschaftliche Dynamik auslösen, Innovationen voranbringen und zugleich das Miteinander stärken. Der Blick nach Paris und London zeigt, welche Kräfte dadurch freigesetzt werden können. Für Berlin liegt darin die Chance, wichtige Zukunftsaufgaben entschlossen anzugehen und Investitionen gezielt zu nutzen, um Wachstum, Beschäftigung und Wertschöpfung in der gesamten Region zu stärken. Gleichzeitig geht es um mehr als wirtschaftliche Effekte. Gerade in einer Zeit, in der Zusammenhalt nicht selbstverständlich ist, kann ein solches Projekt neue Zuversicht schaffen und die Stadt als Ganzes in Bewegung bringen. Die Berliner Wirtschaft steht deshalb aus Überzeugung hinter der Bewerbung. Wir sind überzeugt, dass Berlin die Spiele verantwortungsvoll gestalten und nachhaltig davon profitieren kann.“
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