Berliner Wachstum fünfmal so stark wie der Bundesdurchschnitt – 222 Millionen Euro GRW-Mittel für die Berliner Wirtschaft in 2025 haben dazu beigetragen
Pressemitteilung vom 31.03.2026
Aus der Sitzung des Senats am 31. März 2026:
Der Senat von Berlin hat heute auf Vorlage der Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Franziska Giffey, den Bericht zur Umsetzung der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) zur Kenntnis genommen.
Die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ als zentrales Programm im Gesamtdeutschen Fördersystem ist das bedeutendste Wirtschaftsförderinstrument in Berlin. Jeweils 50 Prozent der Mittel werden vom Bund und vom Land Berlin finanziert. Im Jahr 2025 wurden Mittel in Höhe von insgesamt rund 222 Millionen Euro an GRW-Projekte ausgezahlt. Hinzu kommen rund 12,1 Millionen Euro Eigenanteile der kommunalen Projektträger.
Dazu erklärt die Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Franziska Giffey: „Durch den Einsatz von rund 222 Millionen Euro GRW-Mitteln für die Unternehmensförderung und Projekte der wirtschaftsnahen Infrastruktur wurde im vergangenen Jahr der Wirtschaftsstandort Berlin bedeutend weiter gestärkt. Dabei profitierte Berlin auch wieder von freien GRW-Mitteln anderer Bundländer sowie zusätzlichen Mitteln des Bundes. Bis zum Jahresende konnte Berlin etwa 51 Millionen Euro an zusätzlichen GRW-Bundesmitteln vereinnahmen. Dies trug zur Schaffung und Sicherung von etwa 3567 Dauerarbeitsplätzen in Berlin bei. Berlin ist wirtschaftlich breit und solide aufgestellt und hat zum 13. Mal in Folge ein höheres Wirtschaftswachstum als der Bund. Für 2025 sind es 1,1 Prozent. Der Bundesdurchschnitt lag nur bei 0,2 Prozent. Dass wir fünfmal so stark wie der Bundesdurchschnitt gewachsen sind, ist auch ein Erfolg unserer erfolgreichen Fördermaßnahmen, mit denen wir unsere Unternehmen gezielt
unterstützen, damit sie sich erfolgreich entwickeln können.“
Für die im Jahr 2025 fast 130 laufenden Projekte der wirtschaftsnahen Infrastruktur, mit denen beispielsweise Verkehrsanbindungen von Gewerbegebieten, die Verbesserung der touristischen Infrastruktur, der Neu- und Ausbau von Innovationszentren oder Einrichtungen der beruflichen Bildung unterstützt werden, wurden etwa 182,8 Millionen Euro verausgabt. 51,3 Millionen Euro wurden im Jahr 2025 für die Unternehmensförderung ausgezahlt.
Außerdem wurden im Bereich der wirtschaftsnahen Infrastruktur fünf neue Vorhaben mit einem Fördervolumen in Höhe von rund 24,7 Millionen Euro bewilligt. Hierzu gehören ein weiterer Bauabschnitt der Mühlendammbrücke und die Errichtung eines Gründerzentrums für Gen- und Zelltherapie, das durch die Kooperation der Bayer AG und der Charité errichtet wird, und mit dem circa 300 Arbeitsplätze entstehen sollen. Im Bereich der gewerblichen Wirtschaft wurden für 94 Vorhaben insgesamt rund 64,3 Millionen Euro bewilligt. Damit werden Investitionen von Unternehmen von über 297 Millionen Euro unterstützt.
Die GRW ist als Instrument der Regionalförderung im Grundgesetz als gemeinsame Bund-Länder-Aufgabe zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse verankert. Die GRW-Mittel werden zu 50 Prozent durch den Bund und zu 50 Prozent von den Ländern finanziert. Die GRW-Förderung gibt es seit 1991 auch in Berlin. Seitdem wurden etwa 9350 Vorhaben der gewerblichen Wirtschaft und wirtschaftsnahen Infrastruktur mit über 6,2 Milliarden Euro gefördert, die nachhaltig die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes gestärkt haben.
Link (PDF) Ausgewählte GRW-Projekte
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