Digitale Lösungen für eine starke Pflege – Senat beschließt Jahresbericht zu „Pflege 4.0 – Made in Berlin“
Pressemitteilung vom 03.03.2026
Aus der Sitzung des Senats am 3. März 2026:
Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung auf Vorlage der Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, Dr. Ina Czyborra, dem Bericht über Maßnahmen und Vorhaben im Zuge der Initiative „Pflege 4.0 – Made in Berlin“ zugestimmt.
Das Berliner Landeskompetenzzentrum Pflege 4.0 hat im Jahr 2025 maßgebliche Impulse für die digitale Transformation der Pflege in der Hauptstadt gesetzt. Das geht aus dem aktuellen Bericht hervor, den der Senat dem Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses von Berlin vorgelegt hat. Als zentrale, landesgeförderte Anlaufstelle unterstützt das Kompetenzzentrum Pflegeeinrichtungen, pflegebedürftige Menschen und pflegende Angehörige dabei, digitale Technologien sinnvoll und sicher einzusetzen.
Pflegesenatorin Dr. Ina Czyborra: „Mit dem Landeskompetenzzentrum Pflege 4.0 hat Berlin eine wegweisende Struktur geschaffen, die bundesweit als Vorreiterin anerkannt ist und die die Digitalisierung in der Pflege aktiv mitgestaltet. Digitalisierung ist dabei längst mehr als eine Chance – sie ist der Schlüssel, um Arbeitsprozesse zu modernisieren und eine zukunftssichere, hochwertige Versorgung für pflegebedürftige Menschen zu gewährleisten. Das Landeskompetenzzentrum Pflege 4.0 spielt dabei eine zentrale und gestaltende Rolle.”
Ein besonderer Schwerpunkt lag 2025 auf der Unterstützung ambulanter und stationärer Pflegeeinrichtungen beim gesetzlich verpflichtenden Anschluss an die Telematikinfrastruktur. Durch Fachveranstaltungen, Werkstattgespräche und Informationsangebote begleitete das Kompetenzzentrum insbesondere kleine und mittelgroße Einrichtungen bei der Umsetzung. Mit Stand November 2025 hatten bereits 74 Prozent der Berliner Pflegeeinrichtungen die ersten Stufen des Anschlusses an die Telematikinfrastruktur vollzogen, womit Berlin im Bundesvergleich im oberen Drittel liegt.
Ein weiterer Fokus lag 2025 auf der digitalen Befähigung pflegebedürftiger Menschen sowie ihrer An- und Zugehörigen. Mit niedrigschwelligen Informationsangeboten, bezirksweiten Veranstaltungen, dem Online-Tool „Mein Technik-Finder“ und der Musterausstellung wurden digitale Angebote im Pflege- und Gesundheitskontext Interessierten nähergebracht und praktische Erfahrungen ermöglicht.
An Bedeutung gewonnen hat in 2025 zudem das Thema Künstliche Intelligenz (KI) in der Pflege. Im Rahmen eines Netzwerktreffens, seiner Musterausstellung und Kooperationen mit Forschungsprojekten beschäftigte sich das Kompetenzzentrum intensiv mit den Chancen, Grenzen und ethischen Fragestellungen KI-gestützter Anwendungen – von intelligenter Sturzerkennung bis hin zu Pflegerobotik.
Für das Jahr 2026 plant das Landeskompetenzzentrum eine stärkere Fokussierung auf die Optimierung pflegerischer Versorgungsprozesse durch Digitalisierung und KI. Ziel ist es, Pflegeeinrichtungen noch gezielter bei komplexen Transformationsaufgaben zu unterstützen und die digitale Kompetenz von Pflegefachpersonen weiter zu stärken.
Der Bericht wird nun dem Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses zugeleitet.
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