Wegner zu den Verlagerungsabsichten der BASF
Pressemitteilung vom 11.02.2026
Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, äußert sich zu den Verlagerungsabsichten der BASF:
„Die Ankündigung der BASF, wesentliche Teile ihrer Aktivitäten aus Berlin und damit aus Deutschland nach Indien zu verlagern und viele gute Arbeitsplätze am Standort abzubauen, nehme ich mit großer Sorge zur Kenntnis. Berlin hat sich über Jahrzehnte hinweg als verlässlicher, innovationsfreundlicher und stabiler Wirtschaftsstandort für die BASF erwiesen. Diese Partnerschaft war stets geprägt von qualifizierten Fachkräften, hoher Produktivität und einem fairen sozialen Ausgleich in der Chemie-Sozialpartnerschaft.
Vor diesem Hintergrund erwarte ich von der Unternehmensführung eine transparente und nachvollziehbare Darstellung der weiteren Planungen für den Standort Berlin. Zwingend erforderlich sind ein sozialverträglicher Umgang mit den betroffenen Beschäftigten, die frühzeitige und substanzielle Einbindung der Betriebsräte sowie ein klarer zeitlicher Fahrplan für alle geplanten Schritte. Perspektiven für einen Verbleib von Unternehmensaktivitäten in Berlin müssen dabei auch zukünftig tarifgebunden sein. Mitbestimmung und Tarifbindung sind kein Standortnachteil, sondern Ausdruck von Verlässlichkeit, Planungssicherheit und sozialer Verantwortung.
Ich werde zeitnah das Gespräch mit der Geschäftsführung, den Betriebsräten und der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie suchen, um auszuloten, wie wirtschaftliche Entscheidungen und Verantwortung gegenüber den Beschäftigten in Einklang gebracht werden können. Berlin steht für einen starken Industriestandort mit hoher sozialer Verantwortung – diese Haltung erwarte ich auch von einem global agierenden Unternehmen wie BASF.“
Kontakt
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin