Bericht zu sozialer Infrastruktur an den Standorten Modularer Unterkünfte für Geflüchtete (MUF)
Pressemitteilung vom 20.01.2026
Aus der Sitzung des Senats am 20. Januar 2026:
Der Senat hat heute auf Vorlage von der Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Cansel Kiziltepe, den alle zwei Jahre anstehenden Bericht zum aktuellen Stand zur Einbindung Modularer Unterkünfte für Geflüchtete (MUF) in die soziale Infrastruktur im jeweiligen Sozialraum beschlossen. Der Bericht wird nun an das Abgeordnetenhaus weitergeleitet.
Der gemeinsame Bericht des Senats und der Berliner Bezirke legt dar, wie sich die bereits bestehenden und neuen modularen Unterkünfte für Geflüchtete (MUF) in die soziale Infrastruktur der jeweiligen Sozialräume einfügen.
Die Zahl der neu nach Berlin verteilten Geflüchteten ist in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr zwar leicht zurückgegangen – sie bleibt aber weiterhin auf einem konstant hohen Niveau. Damit bleibt auch die Integration der Menschen, die vom Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) untergebracht werden, eine zentrale und anspruchsvolle Aufgabe für das Land Berlin und die Bezirke.
Aktuell nutzt das LAF berlinweit 37 Standorte modularer Unterkünfte für Geflüchtete (MUF). Nach Abschluss des Berichts konnte außerdem der Standort Diesterwegstraße fertiggestellt und bezogen werden. Ein wichtiger Schwerpunkt ist dabei die soziale Infrastruktur: Sie ist ein zentraler Bestandteil gelingender Integration und wird an MUF-Standorten systematisch mitgedacht und weiterentwickelt. An acht MUF-Standorten wurden dafür gezielt zusätzliche Angebote geschaffen, zum Beispiel Kitas, Kindertagespflege, Kiezklubs oder integrative Begegnungsstätten. Diese Orte werden von Geflüchteten und der Berliner Stadtgesellschaft gemeinsam genutzt und stoßen vor Ort auf große Akzeptanz.
Die Bezirke berichten sowohl allgemein als auch standortbezogen, wie die Einbindung in den Alltag gelingt: etwa durch die Aufnahme geflüchteter Kinder und Jugendlicher in Willkommensklassen und weiterführende Schulen, durch die Versorgung mit Kita-Plätzen sowie durch vielfältige Beratungs- und Unterstützungsangebote. Lokale Beratungsstellen, Integrationslotsinnen und Integrationslotsen, Stadtteilmütter, Projekte und ehrenamtliches Engagement sind dabei besonders wichtig, weil sie ganz praktisch helfen – beim Ankommen, beim Orientieren im Kiez und beim Zugang zu Angeboten.
Insgesamt zeigt der Bericht: Integration in den Sozialräumen funktioniert vielerorts und macht spürbare Fortschritte. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Rahmenbedingungen herausfordernder werden. Etwa, weil in vielen Quartieren zusätzlicher Wohnungsneubau entsteht, die Bevölkerungszahl wächst und sich die Altersstruktur verändert. Dadurch steigen die Anforderungen an Schulen, Kitas, Jugendarbeit und Beratung. Senat und Bezirke setzen sich auch unter diesen Bedingungen konsequent dafür ein, Integration langfristig zu stärken und die Angebote vor Ort weiter auszubauen
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