Senat beschließt Stadtentwicklungsplan Zentren 2040
Pressemitteilung vom 13.01.2026
Aus der Sitzung des Senats am 13. Januar 2026:
Der Senat von Berlin hat in seiner heutigen Sitzung auf Vorlage des Senators für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Christian Gaebler, den Stadtentwicklungsplan Zentren 2040 (StEP Zentren 2040) beschlossen. Der bildet das gesamtstädtische Konzept, um die städtischen Zentren weiterzuentwickeln und den Einzelhandel im Land Berlin räumlich zu steuern. Der StEP Zentren 2040 nimmt aktuelle Trends und Entwicklungen auf, die für die Zukunft der Zentren und des Einzelhandels entscheidend sind – Strukturwandel im Einzelhandel, Digitalisierung, demografischer Wandel, Klimawandel und Mobilitätswende – und zeigt, mit welchen Maßnahmen die Zentren gestärkt und weiterentwickelt werden können. Die Umsetzung des StEP Zentren 2040 geschieht vor allem im Zusammenspiel von bezirklichen Zentren- und Einzelhandelskonzepten sowie Bebauungsplänen.
Senator Christian Gaebler: „Mit der Fortschreibung des seit über 25 Jahren bewährten Instruments StEP Zentren ermöglichen wir eine Stadt der kurzen Wege. Die knapp 80 über Berlin verteilten Zentren, die klassischen Berliner Kieze, ermöglichen den Menschen die schnelle, wohnortnahe Versorgung sowie Freizeit- und Einkaufsangebote. Sie eignen sich mit ihren Potenzialen für eine vielfältige Nutzung. Es ist eine Gemeinschaftsaufgabe, unsere Kieze kontinuierlich an die Bedürfnisse der Berlinerinnen und Berliner in der wachsenden Stadt anzupassen.“
Mit der Fortschreibung reagiert der Senat auf die tiefgreifenden Veränderungen, die in den Zentren stattgefunden hat. Besonders die Covid-19-Pandemie hat die Gewichtsverschiebung vom örtlichen Einzelhandel zum Onlinehandel beschleunigt. In einigen Branchen des Handels ist der Markt gesättigt, so dass Unternehmen ihre Filialnetze verkleinern. Außerdem haben Inflation und hohe Energiepreise dazu beigetragen, dass in Berlin erstmals seit der Wiedervereinigung die Zahl der Verkaufsflächen zurückgeht.
Die komplexen Herausforderungen machen ein aktives Management und gezielte Kooperationen unumgänglich. Um neue Strategien dafür zu entwickeln und umzusetzen, bedarf es neuer Formen der Zusammenarbeit wie zum Beispiel Immobilien- und Standortgemeinschaften (ISGs).
An der Fortschreibung des StEP Zentren haben unterschiedliche Akteure mitgewirkt: der Handelsverband Berlin-Brandenburg e.V. (HBB), die Industrie- und Handelskammer zu Berlin (IHK), die Handwerkskammer Berlin, Mitglieder des Abgeordnetenhauses und des Rats der Bürgermeister, Senatsverwaltungen und die Stadtentwicklungsämter der Berliner Bezirke.
Weiterführende Informationen zum Stadtentwicklungsplan Zentren 2040 finden Sie auf der Seite www.berlin.de.
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