Berlin setzt weiter auf seine Dächer: SolarPLUS startet mit neuer Förderung

Pressemitteilung vom 16.12.2025

Aus der Sitzung des Senats am 16. Dezember 2025:

Ab dem 8. Januar 2026 geht das Berliner Solarförderprogramm SolarPLUS mit einer neuen Förderstruktur an den Start und bietet noch mehr Chancen für Solarprojekte auf kleinen und großen Dächern in Berlin. Mit der Umstellung auf die neue Förderstruktur behalten bisher eingereichte Förderanträge ihre Gültigkeit. Ab dem 8. Januar 2026 können Förderanträge noch einfacher und schneller gestellt und bearbeitet werden.

Mit dem Masterplan Solarcity Berlin hat sich der Berliner Senat ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Bis 2035 soll der Anteil des Solarstroms am gesamten Stromverbrauch in Berlin auf 25 Prozent steigen, zuletzt betrug er rund fünf Prozent. Auch in 2024 war Berlin Solarmeister im Vergleich des flächenbezogenen Zubaus der Bundesländer. Mit einer installierten Leistung von rund 474 Megawatt Peak zum 25. November 2025 hat sich die installierte Kapazität seit 2022 mehr als verdoppelt.

SolarPLUS ist ein zentraler Baustein des Masterplans Solarcity Berlin, der seit 2022 maßgeblich zum Ausbau der Solarenergie in der Hauptstadt beiträgt. Seit Beginn des Programms wurden bis zum 30. November 2025 insgesamt 36.846 Anträge mit einem Fördervolumen von rund 41,6 Millionen Euro eingereicht. 28.647 Anträge wurden bereits bewilligt, mit einem Bewilligungsvolumen von etwa 29,5 Millionen Euro.

Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „SolarPLUS wirkt und wird in Zukunft noch besser an den Bedarfen der Berlinerinnen und Berliner ausgerichtet. Im nächsten Schritt nehmen wir verstärkt die großen Dächer Berlins in den Blick: auf Gewerbehallen, Industriebauten und Mehrfamilienhäusern. Viele Berlinerinnen und Berliner, die an der Energiewende in unserer Stadt mitarbeiten, erhalten gezielt Unterstützung. Das ist wirtschaftlich sinnvoll und gut für das Klima.“

Das optimierte SolarPLUS-Programm unterscheidet künftig zwischen zwei Förderbereichen:

  • SolarPLUS S für Eigenheime (Ein- und Zweifamilienhäuser, Reihenhäuser)
  • SolarPLUS L für Mehrfamilienhäuser, Gewerbe, Industrie und andere gewerbliche Akteure

SolarPLUS S bietet Pauschalen für Zählerschränke, Photovoltaikanlagen mit Speicher und denkmalgerechte Solaranlagen. Je größer die Solaranlage, desto höher die Förderung. SolarPLUS L unterstützt größere Projekte wie Photovoltaikanlagen mit Stromspeichern, Gutachten, Studien, Konzepte und Sonderlösungen wie die Kombination von Gründächern mit Photovoltaikanlagen oder die Installation von Solaranlagen auf denkmalgeschützten Gebäuden und Fassaden.

Die Förderung von Steckersolargeräten wird künftig nicht mehr angeboten, da diese bei gesunkenen Preisen und guten Rahmenbedingungen bereits ohne staatliche Unterstützung wirtschaftlich sind. Über 19.000 Steckersolargeräte wurden bisher gefördert, was einen erheblichen Beitrag zur Verbreitung kleinerer Solarprojekte geleistet hat. Auch weiterhin können Mieterstromprojekte und gemeinschaftliche Gebäudeversorgung von der Förderung profitieren.

Für die Jahre 2026 und 2027 sind im Haushaltsentwurf des Senats jeweils zehn Millionen Euro für die Förderung vorgesehen. Ab dem 8. Januar 2026 können Förderanträge online über die Website der IBB Business Team GmbH (IBT) eingereicht werden (www.ibb-business-team.de/solarplus), die das Programm im Auftrag der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe umsetzt. Das SolarZentrum Berlin steht für alle Fragen zur Solarenergie bereit.