Berlin in Zahlen: Sozialbericht 2025 beschlossen
Pressemitteilung vom 09.12.2025
Aus der Sitzung des Senats am 9. Dezember 2025:
Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung auf Vorlage der Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, Cansel Kiziltepe, den Bericht „Berlin in Zahlen: Sozialbericht 2025“ über die soziale Lage der Berliner Bevölkerung beschlossen. Für die Öffentlichkeit wird der Bericht nach Befassung im Abgeordnetenhaus voraussichtlich im ersten Quartal 2026 zur Verfügung stehen.
Die Ergebnisse zeigen, dass die soziale Lage in Berlin trotz positiver Entwicklungen insgesamt sehr unterschiedlich ist. Der Arbeitsmarkt ist nach wie vor angespannt. Etwa 20 Prozent der Berlinerinnen und Berliner sind armutsgefährdet. Auch wenn die Kinderarmut in Berlin rückläufig ist, liegt sie – wie auch die Altersarmut – weiterhin deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Auffällig ist die deutliche räumliche Ungleichverteilung sozialer Lagen: Armut, Umweltbelastungen und hohe Einkommen sind im Stadtgebiet sehr ungleich ausgeprägt. Zudem verschärft sich der Einfluss des Wohnungsmarktes auf die soziale Lage: Wohnungslosigkeit von Menschen hat deutlich zugenommen und rund ein Fünftel aller Berliner Haushalte gelten als übermäßig durch Wohnkosten belastet, da sie mehr als 40 Prozent ihres Einkommens für die Bruttokaltmiete aufwenden. Im Bildungsbereich zeigt sich ebenfalls ein gemischtes Bild: Die Qualifikationsniveaus steigen insgesamt an, gleichzeitig nimmt der Anteil der Menschen ohne beruflichen oder akademischen Abschluss zu. Berlin bleibt aber auch weiterhin eine engagierte Stadt – mehr als ein Drittel der Bevölkerung ist ehrenamtlich aktiv.
Senatorin Cansel Kiziltepe: „Mit dem neuen Sozialbericht schaffen wir einen klaren Überblick über die soziale Lage in Berlin. Er zeigt deutlich, wo die Stadt vor Herausforderungen steht und wo wir bereits vorankommen. Für die Politik ist er ein eindeutiger Auftrag, die soziale Infrastruktur zu sichern und genau dort zu stärken, wo die Berlinerinnen und Berliner sie brauchen.“
Der Sozialbericht erscheint zukünftig jährlich und basiert auf einem ressortübergreifend abgestimmten Indikatorenset aus den Themenfeldern Armut und finanzielle Ressourcen, Arbeit, Bildung, Gesundheit, Beeinträchtigung und Pflege, soziale Teilhabe und Engagement, Wohnen und Reichtum dar. Die Dimensionen werden miteinander verknüpft analysiert und sowohl im Zeitverlauf als auch in ihrer räumlichen Verteilung sowie in Ausprägung für verschiedene Bevölkerungsgruppen betrachtet.
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