Städtebauförderprogramm Lebendige Zentren: vier neue Gebiete aufgenommen

Pressemitteilung vom 02.09.2025

Aus der Sitzung des Senats am 2. September 2025:

Der Senat von Berlin hat heute auf Vorlage des Senators für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Christian Gaebler, die Aufnahme von neuen Gebieten in das Städtebauförderprogramm Lebendige Zentren ermöglicht. Die Festlegung erfolgt auf Grundlage des § 171b Baugesetzbuch. Das betrifft die Gebiete Zehlendorf-Mitte (Steglitz-Zehlendorf), Helle Mitte (Marzahn-Hellersdorf,) Wilmersdorfer Straße (Charlottenburg-Wilmersdorf) und Brunnenstraße Nord (Mitte).

Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen: „Mit der Festlegung der vier neuen Gebiete schaffen wir die Grundlage, diese wichtigen Berliner Zentren mit Hilfe von Städtebaufördermitteln des Bundes und Berlins zu stärken. So entstehen vielfältige Angebote und öffentliche Räume, die nachhaltig gestaltet und klimagerecht entwickelt zum Verweilen und Zusammenkommen einladen. Das ist gut für den dortigen Einzelhandel und gut für die Menschen, die in diesen Quartieren leben.“

Zehlendorf-Mitte
Mit Hilfe der Förderung soll das Gebiet zu einem lebendigen und zukunftsorientierten Stadtteilzentrum mit ansprechenden Grün- und Stadträumen entwickelt werden. Im Mittelpunkt stehen die Steigerung der Aufenthaltsqualität, die klimafreundliche und nachhaltige Gestaltung des öffentlichen Raums sowie die Stärkung der Zentrumsfunktion. Es wird besonderer Wert auf Barrierefreiheit und moderne Mobilitätslösungen gelegt, um das Zentrum verkehrssicherer und optimaler für den Fuß- und Radverkehr zu gestalten. Gleichzeitig sollen die soziale und kulturelle Infrastruktur gestärkt sowie die Identität und das Miteinander in Zehlendorf-Mitte gefördert werden. Bis 2037 sind rund 25 Millionen Euro Städtebaufördermittel vorgesehen.

Helle Mitte
Im Gebiet wird das Leitbild „Lebendiges Zentrum Helle Mitte ‒ Gesundheit in Bewegung“ verfolgt. Dabei werden die Potentiale des etablierten Standorts für Angebote aus dem Bereich Gesundheit und Bewegung genutzt. Die Aufnahme in die Förderung soll es ermöglichen, die Zentrumsfunktion zu stärken, die soziale und kulturelle Infrastruktur zu entwickeln, Grünflächen und Spielplätze zu klimaangepassten Erholungs- und Bewegungsflächen auszugestalten sowie eine Mobilität der „kurzen Wege“ zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu fördern. Bis 2037 sind Städtebaufördermittel des Bundes und des Landes Berlin von rund 27 Millionen Euro vorgesehen. Mit dem Senatsbeschluss wird gleichzeitig das bisherige Stadtumbaugebiet Marzahn-Hellersdorf beendet, das seit 2002 Grundlage für eine umfangreiche Förderung aus den Programmen Stadtumbau und Nachhaltige Erneuerung war.

Wilmersdorfer Straße
Mit der Städtebauförderung sollen Straßenräume attraktiv und klimaangepasst gestaltet und mit den angrenzenden Kiezen vernetzt werden. Die starken Quartiere wie der Hindemithplatz, der Karl-August- und der Gierke-Kiez und die Wilmersdorfer Straße profitieren voneinander, sie entwickeln sich als Vorreiter für urbane Produktion und Klimaresilienz. Das Gebiet Wilmersdorfer Straße wird zu einem leistungsfähigen und attraktiven Wirtschafts-, Handels- und Dienstleistungsstandort entwickelt. Bis 2040 sind rund 34 Millionen Euro Investitionen aus Städtebaufördermitteln von Bund und Land vorgesehen.

Brunnenstraße Nord
Das Gebiet soll sich weiter entwickeln zu einem lebendigen innerstädtischen Quartier, in dem Gemeinschaft, Stadtnatur und Vielfalt im Mittelpunkt stehen. Um dies zu erreichen, sollen einzelne Infrastrukturstandorte gestärkt und öffentliche Räume in ihrer Aufenthaltsqualität und in der Anpassung an den Klimawandel gestärkt werden. Zudem sollen die Bedingungen für umweltgerechte Mobilitätsformen verbessert werden. Bis 2035 sind gut 20 Millionen Euro aus Städtebaufördermitteln von Bund und Land vorgesehen.