Bericht über den Stand des Ladeinfrastrukturausbaus
Pressemitteilung vom 24.06.2025
Aus der Sitzung des Senats am 24. Juni 2025:
Auf Vorlage der Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Ute Bonde, sowie der Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Franziska Giffey, hat der Senat in seiner heutigen Sitzung den Stand des Ladeinfrastrukturausbaus und die weiteren Ausbauplanungen zur Kenntnis genommen.
Senatorin Ute Bonde: „Berlin setzt seine Erfolgsgeschichte als Vorreiter der Elektromobilität fort. Gemeinsam mit den Stadtwerken und 13 privaten Betreibern entstehen berlinweit fast täglich neue Ladestandorte. Mit über 3.250 Ladepunkten im öffentlichen Raum sind wir bereits sehr gut aufgestellt und werden den beschleunigten Aufbau fortsetzen.“
Senatorin Franziska Giffey: „Die E-Mobilität ist ein wichtiger Baustein, damit Berlin bis 2045 klimaneutral wird. Immer mehr Menschen steigen auf E-Fahrzeuge um. Die Prognosen gehen davon aus, dass bis 2030 eine halbe Million Autos in Berlin elektrisch unterwegs sein werden. Deswegen setzen wir den Ausbau von E-Ladesäulen konsequent fort. Wir unterstützen zusätzlich mit einem neuen Fördermodul gezielt die Wohnungsbauunternehmen und Genossenschaften dabei, Lademöglichkeiten für Elektroautos ihrer Mieterinnen und Mieter in dichten Stadtquartieren zu schaffen. Damit setzen wir uns aktiv dafür ein, dass Berlinerinnen und Berliner in der ganzen Stadt Zugang zu bedarfsgerechten Lademöglichkeiten erhalten und machen E-Mobilität so für alle attraktiv und alltagstauglich.“
Erfolgreiches Berliner Modell
Mit dem Beschluss der Gesamtstrategie Ladeinfrastruktur liegt ein Mengengerüst für die bis 2030 erwarteten E-Fahrzeuge und Ladebedarfe vor. Um den Bedarf zu decken, wird das Ladeangebot vorausschauend und nutzerorientiert ausgebaut.
Das Land verfolgt mit dem Berliner Modell ein integriertes Konzept zur Errichtung und zum Betrieb von Ladeeinrichtungen im öffentlichen Raum, um eine betreiberübergreifende und diskriminierungsfreie Zugänglichkeit der Ladeinfrastruktur für alle E-Fahrzeug-Nutzerinnen und -nutzer sicherzustellen.
Berlin bietet bereits über 5250 öffentlich zugänglichen Ladepunkte für E-Autos. Im Auftrag des Senats wurden 1380 Ladepunkte im öffentlichen Raum errichtet. Die Berliner Stadtwerke KommunalPartner GmbH betreibt diese Ladepunkte und ist mit der Errichtung von insgesamt 2000 Ladepunkten bis 2030 beauftragt. Auch dritte Betreiber, derzeit 13, betreiben rund 1060 Ladepunkte. Zusammen mit den über 800 Laternenladepunkten aus dem Projekt „ElMobileBerlin“ wird der steigende Bedarf an Ladeinfrastruktur im öffentlich Raum Berlins gedeckt.
Auf privaten öffentlich zugänglichen Flächen kommen rund 2000 Ladepunkte hinzu. Auf dem weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur auf privaten Flächen liegt auch der Fokus der Gesamtstrategie Ladeinfrastruktur.
Ausbau in dicht bebauten Mietquartieren als Schwerpunkt
Ein besonderer Schwerpunkt der zuständigen Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe ist dabei der Ausbau von Ladeangebots in dicht bebauten Mietquartieren. Hintergrund ist, dass rund 85 Prozent der Berlinerinnen und Berliner in Mietwohnungen leben und somit keine Möglichkeit haben, eine eigene Wallbox zu installieren. Damit das Land Berlin seine Klimaziele im Verkehr erreichen kann, muss der Umstieg auf Elektromobilität dennoch auch für Mieterinnen und Mieter alltagstauglich erfolgen können. Der Aufbau von Ladeinfrastruktur ist aber kein Kerngeschäft für Wohnungsbauunternehmen und im Wohnbestand oft herausfordernd, etwa wegen geringer Netzanschlusskapazitäten oder veralteter Kabelinstallationen.
Aus diesem Grund fördert die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe im Rahmen des Förderprogramms „Wirtschaftsnahe Elektromobilität“ (Welmo) neuerdings Wohnungsbauunternehmen und genossenschaften, die öffentlich zugängliche und gemeinsam genutzte Wallboxen und Ladesäulen für ihre Mieterinnen und Mieter aufbauen. Mit dem Welmo-Programm wird Normal- und Schnellladeinfrastruktur auf privaten Flächen (öffentlich und nicht öffentlich-zugänglich) gefördert. Mit Stand März 2025 wurden insgesamt 2014 Ladepunkte beantragt und davon 1062 Ladepunkte für den bisherigen Berechtigtenkreis – kleine und mittlere Unternehmen – bewilligt. Die Förderung für Wohnungsunternehmen hat im Juni 2025 begonnen. Die umfangreichen Aktivitäten der Berliner Agentur für Elektromobilität (eMO) unterstützen zudem den Ausbau von Ladeinfrastrukturunter anderem am Arbeitsplatz, an Einkaufs- und Freizeitstandorten, Parkhäusern, Tankstellen und ebenfalls bei Wohnungsbaugesellschaften.
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