Bebauungsplan für neue Grundschule und Quartierstreffpunkt beschlossen
Pressemitteilung vom 03.06.2025
Aus der Sitzung des Senats am 3. Juni 2025:
Der Senat von Berlin hat heute den vom Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Christian Gaebler, vorgelegten Entwurf des Bebauungsplans 9-80 (ehemaliger Gaswerkstandort Köpenick) beschlossen. Der Bebauungsplan betrifft die Teilflächen des Geländes zwischen Stellingdamm, Hirtestraße, Janitzkystraße und Wolfsgartenstraße im Bezirk Treptow-Köpenick. Damit wird der erste Bebauungsplan für das Entwicklungsgebiet Güterbahnhof Köpenick abgeschlossen. Der Bebauungsplan wird nun dem Abgeordnetenhaus von Berlin zur Zustimmung vorgelegt.
Für das rund 3,2 Hektar große Gebiet wird die planungsrechtliche Grundlage für die Realisierung einer neuen Grundschule und die Entwicklung eines Quartierstreffpunkts geschaffen. Die Grundschule wird als Typenbauschule errichtet und bereits in 2026 in Betrieb gehen. Die Einpassung des Typenbaus erfolgte in enger Abstimmung mit den Denkmalbehörden, sodass im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens eine denkmalverträgliche Lösung gefunden werden konnte. Der Weg am östlichen Rand des Plangebiets – im Quartier als Sommerweg bekannt – wird planungsrechtlich als verkehrsberuhigter Bereich festgelegt und ermöglicht den Kindern so einen sicheren Schulweg.
Direkt südlich angrenzend an die Grundschule soll ein neuer Quartierstreffpunkt mit kulturellen und sozialen Nutzungen wie zum Beispiel einem Kiezclub und einer Bibliothek entstehen. Hierfür werden die vorhandenen Baudenkmale des ehemaligen Gaswerks Köpenick für die neuen Nutzungen denkmalgerecht saniert und hergerichtet. So werden die Gebäude künftig für die Öffentlichkeit zugänglich und als Zeugnisse der historischen Nutzung Gaswerk für die Menschen im Quartier erlebbar sein.
Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen: „Zu einer umsichtigen Stadtentwicklung gehört ein verlässliches soziales Lern- und Freizeitangebot – besonders für unsere Jüngsten. Die Wohnortnähe war ein wesentliches Kriterium für die Standortwahl der neuen Grundschule in Köpenick. So können die Kinder den Schulweg von ihrem Zuhause aus eigenständig und sicher meistern. Der Neubau wird den jetzigen dringenden Bedarf an Grundschulplätzen und gleichzeitig auch Kapazitäten für zukünftige Wohngebiete bereitstellen. Durch die Grundschule und den Quartierstreffpunkt entsteht ein nachbarschaftlicher Kommunikations- und Identifikationsort, der den Denkmalschutz miteinschließt.“
Die vorhandenen angrenzenden Wohngrundstücke an der Hirtestraße und am Stellingdamm sowie die Kanalbetriebsstelle können am Standort verbleiben und werden bestandorientiert festgesetzt.
Des Weiteren werden im Bebauungsplan Maßnahmen zur Klimaanpassung vorgenommen. Dazu sind unter anderem die Vor-Ort-Versickerung von Niederschlagswasser, Baumpflanzungen sowie Dach- und Fassadenbegrünungen festgesetzt. Die Begrünung wird zu klimatischen Verbesserungen beitragen und gleichzeitig neuer Lebensraum für Tiere sein.
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