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Müller zum Frauentag – Regierender warnt vor gesellschaftlichen Rückschritten

Pressemitteilung vom 05.03.2021

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, erklärt zum Frauentag am 8. März 2021:

„Viele der traditionellen Veranstaltungen und Initiativen zum Internationalen Frauentag können am bevorstehenden 8. März gar nicht oder nur unter stark erschwerten Bedingungen stattfinden. Dabei ist es gerade jetzt wichtig, gleiche Rechte einzufordern, denn dass die Pandemie die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau nachteilig beeinflusst, ist offensichtlich. Im Zweifel trifft es die Frauen, die dann stärker unter der Doppelbelastung von Familien- und Berufsarbeit leiden. Auch häusliche Gewalt besonders gegen Frauen hat zugenommen.“

Müller weiter: „Mühsam erkämpfen sich Frauen eine gleichberechtigte, emanzipierte Rolle. So sehr uns in diesen Tagen auch Corona beschäftigt und bedauerlicherweise beschäftigen muss, dürfen wir diesen Kampf auf keinen Fall vernachlässigen. Befürchtungen, dass es eine Wiederkehr veralteter Rollenbilder auf breiter gesellschaftlicher Front geben könnte und dass das mühsam Errungene in Gefahr gerät, müssen wir ernst nehmen, und wir müssen solchen Entwicklungen entgegentreten. Hier liegt nicht nur der Schlüssel für die Wiedergewinnung von Freiheit für unser gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben, sondern auch und vor allem für die soziale Entspannung besonders in den Familien und für die Chance auf mehr Gleichberechtigung.“

Der Frauentag ist in Berlin seit 2019 arbeitsfreier Feiertag. Der Internationale Frauentag entstand vor dem Ersten Weltkrieg und wurde 1911 erstmals begangen.