Bau- und Nutzungsanforderungen

Fehlt etwas
Bild: Jörg Farys / Die Projektoren

Wie soll das Dragonerareal künftig genutzt werden? Welche soziale Infrastruktur brauchen wir am Rathausblock? Was ist mit bestehendem Gewerbe, kulturellen Nutzungen und dem Verkehr? Wie viele Wohnungen verkraftet das neue Quartier? Bevor über Bebauung, Freiflächen und Gestaltung geredet werden kann, müssen wir gemeinsam entscheiden, wie die viel zitierte “Kreuzberger Mischung” genau aussehen kann.
Diese Bau- und Nutzungsanforderungen (BNA) benennen alle relevanten Aspekte, die sich in einem späteren städtebaulichen Konzept für das Dragonerareal und die angrenzenden Grundstücke wiederfinden müssen. Sie bilden die Grundlage für ein Nutzungskonzept.

Die Bau- und Nutzungsanforderungen sind so Voraussetzung für den Wohnungsbau und die Gewerbeentwicklung auf dem Dragonerareal. Hier werden Aussagen zu Art und Intensität der Nutzung, Flächenbedarfen und Baumassen erarbeitet (was & wieviel). Wir legen grob fest, welche Nutzungen es geben soll: Wohnen, Gewerbe, Kultur und sozialer Infrastruktur für die Entwicklung eines tragfähigen und nachhaltigen Quartiers. Dabei geht es jedoch noch nicht um konkrete Entwürfe. Diese folgen erst im nächsten Verfahrensschritt bei der Erstellung eines städtebaulichen Konzeptes im Rahmen des städtebaulichen Werkstattverfahrens. Erst die Nutzung, dann der Städtebau.

Die Bau- und Nutzungsanforderungen ergeben sich aus Ergebnissen von Studien und Gutachten, die zu den Kernthemen Wohnen, Soziales, Gewerbe, Kultur, Geschichte und baukulturelles Erbe erstellt worden sind. Dazu gehören unter anderem:
  • Studie zum baukulturellen Erbe
  • Bestands- und Bedarfsanalyse Gewerbe und Kultur sowie
  • Gewerbekonzept
  • Studie für Leistbares Wohnen
  • sowie die Ergebnisse aus den AG und weiteren Veranstaltungen (z.B. Lernlabore).

In einer Inventur im Februar und März 2019 haben alle AGs bewertet, was sie aus den bisher produzierten Ergebnissen in den weiteren Prozess mitnehmen wollen – und wo es noch Leerstellen gibt. Diese sollen dann im Prozessschritt „Bau- und Nutzungsanforderungen“ mit bearbeitet werden.

Abschlussbericht Bau- und Nutzungsanforderungen

PDF-Dokument (7.7 MB)

1. Werkstatt zu den Bau- und Nutzungsanforderungen

Link zu: 1. Werkstatt zu den Bau- und Nutzungsanforderungen
Bild: nonconform / BSQB

Wie bekommen wir die unterschiedlichen Ansprüche an das Dragonerareal unter einen Hut? Welche Nutzungen brauchen wie viel Fläche? Wie geht es weiter mit der Kreuzberger Mischung aus Wohnen, Gewerbe und Kultur? Diese Fragen wurden im Rahmen der ersten Werkstatt im Rathaus Kreuzberg diskutiert. Weitere Informationen

2. Werkstatt zu den Bau- und Nutzungsanforderungen

Link zu: 2. Werkstatt zu den Bau- und Nutzungsanforderungen
Bild: nonconform / BSQB

In einer zweiten Werkstatt am 16. und 17. Mai wird der fruchtbare Dialog wieder aufgenommen und die Diskussionen über die Frage nach der Zukunft des Dragonerareals fortgesetzt. Weitere Informationen

Aufsuchende Beteiligung

Link zu: Aufsuchende Beteiligung
Bild: Jörg Farys/ dieprojektoren.de | für Zebralog

Im Vorfeld der beiden Werkstätten im April 2019 war das Team von Zebralog im Kiez unterwegs, um mit den Kreuzberger*innen ins Gespräch zu kommen. Zum Beispiel im Park am Gleisdreieck, vor Mustafas Gemüsekebap oder an der Amerika-Gedenkbibliothek. Weitere Informationen

In den Bau- und Nutzungsanforderungen wird festgelegt, wie die unterschiedlichen Themen Wohnen, Soziales, Gewerbe, Kultur, Geschichte und Denkmalschutz im Sanierungsgebiet zu vereinbaren sind. Dieses Konzept wird partizipativ erarbeitet. Die Stadtgesellschaft wird im Rahmen von öffentlichen Werkstätten im April und Mai 2019 an Abwägung und Prioritätensetzung des Konzeptes mitarbeiten.

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Neben der Auswertung der bisher erstellten Studien, Gutachten und thematischen Veranstaltungen sowie Diskussionen in den thematischen Arbeitsgruppen soll in die Diskussion um die Bau- und Nutzungsanforderungen auch eine breitere Öffentlichkeit einbezogen werden. Ab April 2019 soll die Stadtgesellschaft deshalb in öffentlichen Werkstätten an Diskussionen, Abwägungen und Prioritätensetzungen des Konzepts beteiligt werden.

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Im Rahmen des Prozesses müssen sowohl die politischen Zielvorgaben für die Entwicklung des Dragonerareals als auch weitere rechtliche und technische Rahmenbedingungen und Vorgaben für die Entwicklung des Areals herausgearbeitet werden. Auch die Perspektive angrenzender öffentlicher Einrichtungen und neue Anforderungen an die umliegenden Straßen- und Kreuzungsbereiche müssen miteinbezogen werden. Dabei sind insbesondere zu berücksichtigen:

  • die Erweiterungsbedarfe des Rathauses Kreuzberg und des Finanzamtes
  • der Neubau einer Kita mit mindestens 100 Plätzen
  • der Neubau einer Jugendfreizeiteinrichtung mit etwa 120-200 Plätzen

Die Bau- und Nutzungsanforderungen sollten darüber hinaus Gestaltungsspielräume für weitere Nutzungen zulassen, insbesondere für Kunst, Kultur und Nachbarschaft, die sich Nutzer*innen im Verlauf der Entwicklung aneignen können.

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Parallel mit der Erarbeitung der Bau- und Nutzungsanforderungen erfolgt die Vorbereitung des städtebaulichen Werkstattverfahrens, um direkt im Anschluss an den Prozess mit diesem starten zu können.

Mit dem (Zwischen-)Ergebnis der Bau- und Nutzungsanforderungen wird auch die frühzeitige Bürgerbeteiligung für das Bebauungsplanverfahren 2-48 (Dragonerareal) eingeleitet.

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Bau- und Nutzungsanforderungen Abschlussbericht

PDF-Dokument (14.6 MB)

Detailablauf Prozess Bau- und Nutzungsanforderungen

JPG-Dokument (2.3 MB)

Vermerk: Abstimmung mit der Denkmalfplege

PDF-Dokument (186.3 kB)

AG Bau- und Nutzungsanforderungen

Link zu: AG Bau- und Nutzungsanforderungen
Bild: Jörg Farys/ dieprojektoren.de | für Zebralog

Informationen über die AG inklusive aller Protokolle sind hier dokumentiert. Weitere Informationen

Begleitgruppe Bau- und Nutzungsanforderungen

Für den Prozess der Erarbeitung der Bau- und Nutzungsanforderungen wurde eine Begleitgruppe gegündet.