Zukunftsrat

Mitglieder des Zukunftsrates
Bild: Zebralog

Der Zukunftsrat ist das zentrale Gremium, das die gemeinwohlorientierte Entwicklung des Modellprojektes Rathausblock vorantreiben, in gemeinsamen Vereinbarungen konkretisieren und das Verfahren steuern soll. Der Zukunftsrat ist aus allen im Verfahren aktiven Akteuren – den Kooperationspartner*innen besetzt. Die Gründung des Zukunftsrates wurde im Zuge der Kooperationsvereinbarung durch den Gründungsrat vorbereitet. Mit der Wahl von Angela Brown und Thomas Fues als Delegierten des Forums ist der Zukunftsrat am 13. August 2019 komplettiert worden. Er konstituiert sich offiziell bei seiner Sitzung am 2. September 2019.

Im Gründungsrat sind folgende Institutionen vertreten:

  • Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg
  • Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
  • Forum Rathausblock
  • Vernetzungstreffen Rathausblock
  • Wohnungsbaugesellschaft Berlin Mitte (WBM)
  • Berliner Immobilienmanagement (BIM)
Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg (2 Sitze)
  • Bezirksstadtrat Florian Schmidt
  • Alexander Matthes, Stadtplanungsamt/ Gruppe Infrastruktur und Städtebauförderung
    Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen (2 Sitze)
  • Staatssekretär Sebastian Scheel
  • Katharina Janke, Referat Städtebauförderung/ Stadterneuerung
    Vernetzungstreffen Rathausblock (4 Sitze, davon 1 Sitz für Gewerbetreibende)
  • Bertram Dudschus
  • Enrico Schönberg
  • Holger Gumz
  • Pamela Schobeß (Sprecherin der Gewerbetreibenden auf dem Dragonerareal)
    gewählte Delegierte aus dem Forum Rathausblock (2 Sitze)
  • Angela Brown
  • Thomas Fues (Stellvertretung: Hans-Christian Höpcke, Cosima Santoro)
    Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) (1 Sitz)
  • Birgit Möhring, Geschäftsführerin
    Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) (1 Sitz)
  • Christina Geib, Geschäftsführerin
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Die Aufgaben des Zukunftsrates sind in der Kooperationsvereinbarung dargelegt, die im Juni 2019 vom Gründungsrat verabschiedet und unterzeichnet wurde.

  • Der Zukunftsrat besitzt zentrale Steuerungs- und Entscheidungsfunktion für die Entwicklung des Rathausblocks. Er hat gesetzte sowie gewählte Mitglieder aus Institutionen und Interessensvertretungen, die mit Entscheidungsrechten ausgestattet sind (siehe auch Zusammensetzung des Zukunftsrats).
  • Der Zukunftsrat hat Entscheidungs- und Empfehlungsfunktion, er gibt ein Votum für die Art von Entscheidungen ab, die von den Verwaltungsstellen, weiteren Gremien, der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) oder dem Abgeordnetenhaus (AGH), der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH und der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH getroffen und verantwortet werden müssen.
  • Der Zukunftsrat bestimmt und überprüft die Ziele der Entwicklung, verabschiedet weiterführende Projektvereinbarungen zur Kooperationsvereinbarung und begleitet deren Umsetzung. Die Kooperationsvereinbarung wurde im vorangegangenen Gründungsrat (Oktober 2018 – Juli 2019) verabschiedet und legt die künftigen Arbeitsstrukturen fest.

Sie finden diese hier: www.berlin.de/rathausblock-fk/zusammenarbeit/kooperationsvereinbarung

  • Der Zukunftsrat passt je nach Erfordernis Prozess-, Arbeits- und Abstimmungsstrukturen an, kann Arbeitsgruppen, Projekte, Werkstätten oder andere Arbeitsformate einberufen bzw. auch aufheben oder in andere Formate überführen. Der Zukunftsrat tagt in der Regel zweimonatlich. Der Zukunftsrat wird durch eine Geschäftsstelle betreut. Eine Vorbereitungsgruppe, deren Zusammensetzung den Institutionen und Interessensvertretungen des Zukunftsrats entspricht, trifft sich bis zu zwei Mal
    zwischen den Sitzungen des Zukunftsrats, um diesen vorzubereiten und erforderliche Entscheidungsgrundlagen aufbereitet in angemessener zeitlicher Frist vorzulegen. Auch hier sollten die Delegierten des Forums Rathausblock teilnehmen.
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Folgende Themen sollen in den kommenden Monaten und Jahren durch Projektvereinbarungen des Zukunftsrates bearbeitet werden:

  • Gewinnung weiterer Partner*innen für die Entwicklung (Ziel: Vielfalt an Partner*innen zur gemeinwohlorientierten Quartiersentwicklung)
  • Wohnen (Ziel: Ermöglichung von 100% leistbarem und bedarfsgerechten Wohnraum für vielfältige Lebensmodelle)
  • gemeinschaftliche Wohnformen zur Miete (Ziel: Gemeinschaftliches und inklusives Wohnen ermöglichen; frühzeitige Einbindung der Mieter*innen und Träger für besondere Wohnformen)
  • Mieter*innenvertretung (Etablierung adäquater Formen von Mieter*innenvertretungen)
  • Gewerbeentwicklung (Ziel: Sicherung und Weiterentwicklung der Fläche für vorhandenes Handwerk und Gewerbe, Erhalt des Bestands und eine nachhaltige Ausrichtung des neuen Gewerbes; Integration von Räumen für Kunst und Kultur; Schaffung von Planungssicherheit für die Gewerbebetriebe; Unterstützung bei ggf. notwendiger Neuaufstellung von Betrieben durch neue Kooperationsformen, Verlagerungen)
  • Gemeinwohlräume („Waben“) (Ziel: Schaffung und Sicherung definierter und nichtvordefinierter Räume für gemeinwohlorientierte Nutzungen; systematisch soll Platz vorgehalten werden für neue Bedarfe aus der Stadtgesellschaft)
  • Lern- und Geschichtsort (Ziel: dauerhaften Lern- und Geschichtsort etablieren; inhaltlicher Fokus: politische Bil-dungsarbeit insbesondere für junge Menschen; Schwerpunkthemen: Gewaltgeschichte, Krieg/Frieden, Demokratie/ Freiheit)
  • Bodenmodell (Ziel: Ausloten geeigneter Rechtsformen für die gemeinwohlorientierte Immobilienentwicklung und Prüfung geeigneter Instrumente und verschiedener Eigentums- und Entscheidungsstrukturen)
  • Flächenvergabe (die zukünftigen Nutzungen sollten den Zielen des Modellprojektes entsprechen und die lokale Kreislaufwirtschaft stärken)
  • Kiezraum (Ziel: Entwicklung eines diskriminierungsfreien Ortes für nachbarschaftliche Begegnung und zivilgesellschaftliches Engagement für vielfältige nachbarschaftliche und soziale Zwecke; Selbstverwaltung durch Nutzer*innen; dauerhafte Sicherung über den Zeitraum des Sanierungsverfahrens hinaus)
  • Öffentlichkeitsarbeit (Ziel: gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit der Kooperation)
  • Gemeinwesenaufbau (Ziel: Aufbau eines langfristig stabilen und ganzheitlichen Gemeinwesens; Aktivierung und Befähigung der Nachbarschaft und Einbindung ihrer Bedarfe; Förderung der Eigeninitiative und Selbstorganisationskräfte der Bewohner*innen im Quartier; zentrale, gut erreichbare, barrierefreie Räume für die Gemeinwesenarbeit)
  • Evaluation (Ziel: Optimierung und Weiterentwicklung der kooperativen Zusammenarbeit)
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Um den Zukunftsrat bei der Ausgestaltung des Modellprojekts Rathausblock Kreuzberg fachlich zu begleiten und zu beraten, wird ein Begleitkreis mit Fachleuten aus verschiedenen Themenfeldern eingerichtet (z.B. Wohnen, Gewerbe, Gemeinwesen/Soziales, Ökologie/Freiraum, Verkehr/Mobilität, Denkmalschutz und Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft).

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