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Denkzeichen – Einweihung 2021

Bildvergrößerung: Passfoto von Leopold Chones [Chans] als Zwangsarbeiter bei Ehrich & Graetz AG, Berlin zwischen 1940 und Februar 1943
Passfoto von Leopold Chones [Chans] als Zwangsarbeiter bei Ehrich & Graetz AG, Berlin zwischen 1940 und Februar 1943
Bild: © Jüdisches Museum Berlin, Depositum

Gedenktafel für Leopold („Poldi“) Chones (1924-1943) und Stolpersteine für sechs jüdische Bewohner:innen der Kollwitz­straße 74 (ehemals Weißen­burger Straße 33)

Im Haus der Kollwitzstraße 74 wohnten sechs Angehörige jüdischer Familien, deren Schicksale (Verfolgung, Ermordung, Flucht, auch Rückkehr) ein mikroskopisches Bild der Judenverfolgung im Nazi-Staat ergeben. Auf Initiative der heutigen Bewohner:innen wird nun ihrer vormaligen Nachbarn mit sechs „Stolpersteinen“ gedacht.

Unter diesen Nachbarn war auch Leopold („Poldi“) Chones, ein Mit­gründer und Aktivist der zionisti­schen Untergrund- und Wider­stands­gruppe Chug Chaluzi, der im Jahre 1943 verhaftet, gefoltert und 19jährig in Ausch­witz er­mordet wurde. In Erinnerung an sein Leben, Handeln und Sterben wurde von der Initiative eine Gedenk­tafel konzipiert, mit Unter­stützung des Bezirks produziert und im Ein­gangs­bereich des Hauses an­gebracht.

Ort: Kollwitzstraße 74, 10435 Berlin

Pressemitteilung vom 24.08.2021

Bildvergrößerung: Luftaufnahme vom 12. Mai 1944
Luftaufnahme vom 12. Mai 1944
Bild: Quelle: Luftbilddatenbank Dr. Carls GmbH

Gedenktafel: Zwangsarbeiterlager GBI Nr. 40

Italienische Militärinternierte in Berlin 1943-1945

Das GBI-Lager Nr. 40 wurde am 7. Mai 1944 bei einem Luft­­angriff der Alliierten getroffen. Dabei starben über 50 italieni­sche Militär­­internierte in den Splitter­­schutz­­gräben des Lagers. Aus­ländi­sche Zwangs­­arbeiter und Kriegs­gefan­gene hatten keinen Zutritt zu Luft­schutz­­bunkern.

Ugo Brilli initiierte diese Tafel im Gedenken an seine ver­stor­benen Mit­gefangenen.

Ort der Gedenktafel: Kreuzung Darßer Straße/Nachtalbenweg (auf der Höhe der Adresse Nachtalbenweg 61), 13088 Berlin-Weißensee

Pressemitteilung vom 06.05.2021