Sommerkinoreihe: »Wahn in Weißensee«

Open-Air-Veranstaltung im Hof des Kultur- und Bildungszentrums Sebastian Haffner

Kuratiert und moderiert von Knut Elstermann.

Parallel zur Filmreihe gibt es die temporäre Open-Air-Ausstellung: »Herrrrreinspaziert! 100 Jahre Filmstadt Weißensee«.

Collage Filmsequenz „Das Cabinet des Dr. Caligari“ & Graf v. Bothmer

Collage Filmsequenz „Das Cabinet des Dr. Caligari“ & Graf v. Bothmer

Donnerstag, 10.07.2025, 21.00 Uhr

»Das Cabinet des Dr. Caligari« (1920) | Regie: Robert Wiene

Zum Auftakt unserer Reihe zeigen wir den berühm­testen deutschen Stumm­film. In diesem Horror­film macht der un­heim­liche Dr. Caligari (Werner Krauß) sein Medium, den Schlaf­wandler Cesare (Conrad Veidt), zu einer willen­losen Mord­maschine. Caligari nimmt mit seiner mani­pu­lativen Kraft die bluti­gen Diktatoren des 20.Jahr­hunderts vorweg. Mit seiner kontrast­reichen, grotesken Bild­sprache, den ge­malten, ver­zerrten Kulissen, wurde der ein­fluss­reiche Film zu einem Meilen­stein des Expressio­nis­mus im Kino. Der Eröffnungs­film unserer Reihe führt uns auf einen Rummel­platz als ent­grenzten Ort der Sensationen und ergänzt so bestens die gegen­wärtige Aus­stellung »Musica di strada« mit alten mechani­schen Musik­instru­menten, Dreh­orgeln und Musik­automaten.

Inklusive Gespräch mit dem Gast des Abends: Kristina Jaspers (Kuratorin an der Deutschen Kinemathek)
Die Veranstaltung wurde live von einem der besten und innovativ­sten deut­schen Stumm­film-Musiker, Carsten-Stephan Graf von Bothmer, begleitet.

18.00 bis 20.30 Uhr – verlängerte Öffnungs­zeiten der Sonder­ausstellung »Musica di strada« mit Live­speakerinnen (English, Italienisch, Deutsch) und Vorspiel der mechani­schen Instrumente.

Foto zum Film: „Geheimnisse einer Seele"

Foto zum Film: „Geheimnisse einer Seele"

Donnerstag, 17.07.2025, 21.00 Uhr

Geheimnisse einer Seele (1926) | Regie: G.W. Pabst

Dieses Werk von G.W. Pabst, einem der wichtigsten Regisseure der Stumm­filmzeit, wurde als “psycho­analyti­scher Film” be­worben. Er über­setzt in faszinie­ren­der Weise Freudiani­sche Sym­bole in eine experimen­telle, filmi­sche Sprache. Pabst nutzt Über­blen­dungen, Kamera­tricks, kühne, assozia­tive Montagen, um vom Normal­bürger Martin Fellman (Werner Krauß) zu erzählen, der von einer rätsel­haften Messer­phobie ge­plagt wird. Besonders die spektaku­lären Traum­sequenzen machen den Film, der einen durch­aus wissen­schaft­lich-volks­bilden­den An­spruch hatte, noch heute sehens­wert.

Einführungsgespräch mit der Filmkritikerin Anke Leweke.

Foto zum Film: „Das Wachsfigurenkabinett"

Foto zum Film: „Das Wachsfigurenkabinett"

Donnerstag, 24.07.2025, 21.00 Uhr

Das Wachsfigurenkabinett (1924) | Regie: Paul Leni

Ein junger Dichter (Wilhelm Dieterle) denkt sich auf dem Jahr­markt Ge­schichten zu den histori­schen Ge­stalten des Wachs­figuren­kabinetts aus. Der Kalif von Bagdad (Emil Jannings), Iwan der Schreckliche (Conrad Veidt) und Jack the Ripper (Werner Krauß) werden in seiner Fantasie lebendig und treiben ihr Unwesen. Mit einigen der bekann­testen Dar­stellern ihrer Zeit drehte Paul Leni diesen episo­di­schen, abenteuer­lichen Film über wieder­auf­erstan­dene Tyrannen und Mörder, in Kulissen, die sich an Klassikern des expressio­nis­tischen Kinos orientierten.

Einführungsgespräch mit dem Filmhistoriker Friedemann Beyer.

Museum Pankow

Fachbereichsleiter:
Bernt Roder

Sekretariat:
Vorderhaus, 2. OG | Zugang nicht rollstuhlgeeignet
Montag und Mittwoch, 9.00-11.00 Uhr sowie Dienstag, 14.00-16.00 Uhr
Tel.: (030) 90295-3917

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