Kulturbahnhöfe OST-WEST-OST - Berliner Nachkriegsmoderne

Key visual OST-WEST-OST

Seit 22. Oktober 2025 in den U-Bahnhöfen Schillingstraße und Weberwiese auf der Linie U5

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Drei Ebenen - drei Perspektiven

Die Ausstellung „OST WEST OST – Berliner Nachkriegsmoderne“ erstreckt sich auf die drei Ebenen der U-Bahnhöfe:
  • Auf der Stadtebene werden QR-Codes an jedem der insgesamt sieben U-Bahn-Eingänge der U-Bahnhöfe Schillingstraße und Weberwiese auf der Linie 5 installiert. Mit den QR-Codes führt die digitale Spurensuche des History Walks zu 24 Ankerbauten zwischen Alexanderplatz und Frankfurter Tor. In den QR Codes sind z.B. Informationen zur Baugeschichte, Architektur und Städtebau genauso gespeichert wie zu den Menschen, die die Karl-Marx-Allee planten, hier gelebt und gearbeitet haben. Die Codes sind auch d online über die Website des Landesdenkmalamts Berlinabrufbar.
  • Auf der Zwischenebene bietet die informativen wie bildmächtigen Ausstellung Geschichten zu Planung, Bau und Alltag der Karl-Marx-Allee.
  • Auf der Bahnsteigebene werden in großformatigen Fotokunstwerke die Bauwerke der Allee neu inszeniert.
  • kurzweilige Ausstellung in den beiden U-Bahnhöfen wird begleitet durch eine modern gestaltete Webanwendung, die vertiefende Informationen in Wort und Bild liefert.

Architektur und Alltag

In der Ausstellung wird u.a. aus dem Leben von Planerinnen und Planern, von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, von Bewohnerinnen und Bewohnern und von dem heutigen bürgerschaftlichen Engagement entlang der Karl-Marx-Allee erzählt.
Hermann Henselmann, Chefarchitekt des DDR-Städtebaus, u. a. verantwortlich für die Karl-Marx-Allee und Hans Scharoun, Architekt und Denker einer „organischen Moderne“ werden genauso portraitiert wie eine ehemalige Bewohnerin des Hauses des Kindes oder eine ehemalige Verkäuferin in den Pavillonbauten. Seit einigen Jahren setzen sich auf sehr kreative und öffentlichkeitswirksame Weise lokale Vereine für die Geschichte des Städtebaus, der Architektur, für das Leben in der Karl-Marx-Allee damals und heute ein. Auch sie werden Teil der Ausstellung.
Diese Porträts und Erzählungen sind keine Heldenepen, sondern Mosaiksteine einer Stadt im Wandel – zwischen Plan und Bruch, Ideologie und Alltag, Ost und West und wieder Ost. Diese Geschichten sind über die QR-Codes auf den Bahnhöfen abrufbar.
Damit geht ein weiterer Berliner Kulturbahnhof in Betrieb. Dieses Mal wurde er vom Landesdenkmalamt Berlin initiiert und mit Mitteln des ehemalige DDR-Parteivermögen (PMO) gefördert.

Fotokunst trifft Baukunst

Vier Fotografinnen und Fotografen – vier Sichtweisen: Auf der Gleisebene der U-Bahnhöfe Schillingstraße und Weberwiese der Linie U5 erscheint die Nachkriegsmoderne im künstlerischen Blick ganz neu.
Auf jedem Bahnhof präsentieren 18 Hintergleisflächen je zwei Foto-Serien, die ikonische Bauwerke entlang der Karl-Marx-Allee auf neue konzeptionelle Weise. Von der klassischen Totale, von Einblicken in die gebauten und belebten Stadträume, bis zum poetischen Detail – OST WEST OST macht die Stadt zur Galerie.
Werner Huthmacher ist ein Architekturfotograf mit besonderem Gespür für Struktur, Rhythmus und Lichtführung im gebauten Raum.
Maria Sewcz nähert sich den Orten essayistisch – fragmentarisch, persönlich und politisch.
Arlett Mattescheck verbindet Porträt- und Stadtraumfotografie mit einem Blick für das Atmosphärische und Zwischenmenschliche.
Philipp & Pascal Kapitza arbeiten gestalterisch präzise mit Fokus auf urbanem Wandel.
Die Kombination dieser Positionen ermöglicht eine vielfältige fotografische Interpretation der Bahnhöfe – mal dokumentarisch, mal künstlerisch, mal unmittelbar sozial.
Alle wurden über ein professionelles Auswahlverfahren mit Juryentscheidung beauftragt. Grundlage waren ihre bestehenden fotografischen Positionen und ihre Fähigkeit, sich sensibel und zugleich eigenständig mit urbanen Orten auseinanderzusetzen.

Die Namensschöpfung OST WEST OST

Die Namensschöpfung OST WEST OST steht für die gemeinsame Geschichte der Karl-Marx-Allee, erster Bauabschnitt (OST), Interbau 1957 (WEST) und Karl-Marx-Allee, zweiter Bauabschnitt (OST) in der ehemals geteilten Stadt. Das gemeinsame Erbe aus der Zeit der Teilung bietet die Chance, die Berliner Nachkriegsmoderne in Ost und West neu zu erzählen. Das Landesdenkmalamt hat die Geschichte und Bedeutung in der Bewerbung als UNESCO-Welterbe „Karl-Marx-Allee und Interbau 1957. Architektur und Städtebau der Nachkriegsmoderne“ umfassend dargestellt und das bürgerschaftliche Engagement in beiden Gebieten gefördert. Zahlreiche lokale Vereine engagieren sich für die Gebiete und sind nun auch Teil der Ausstellung. Geschichte neu erzählt ist immer auch die Geschichte von Menschen.

Das Ausstellungsteam

Koordinierung: Sabine Ambrosius I Projektleitung: kursiv | text-objekt-raum GmbH, Albrecht Viertel Thomas Bache I Kuratorinnen: BEST projekte für baukultur und stadt, Dr. Nicola Bröcker Dr. Celina Kress, I Ausstellungsgestaltung: fischer Ausstellungsgestaltung, Brigitte Fischer, Prof. Rolf Eusterschulte, Lena Roob, I Wissenschaftliche Beratung Dr. Thomas Flierl I Übersetzung: Brendan Bleheen I Künstler:innen Arlett Mattescheck, Maria Sewcz, Werner Huthmacher, Pascal & Philipp Kapitza

Die Ausstellungseröffnung

Die Ausstellungseröffnung der neuen Kulturbahnhöfe zur „OST WEST OST – Berliner Nachkriegsmoderne“ fand auf Einladung des Landesdenkmalamtes Berlin am 21. Oktober, um 15:00 Uhr im Eingang U-Bahnhof Schillingstraße (Ecke Karl-Marx-Allee/ Schillingstraße) mit Gästen aus Kultur, Politik und Wissenschaft statt.
Die Vernissage wurde moderiert von Dr. Christoph Rauhut, Landeskonservator und Direktor des Landesdenkmalamtes Berlin. Es sprachen u.a. der Regierende Bürgermeister von Berlin Kai Wegner, der Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen Christian Gaebler sowie der Bezirksstadtrat von Berlin Mitte, Ephraim Gothe.
Viele Erinnerungen wurden wach als das Publikum bei der Ausstellungseröffnung OST WEST OST – Berliner Nachkriegsmoderne“ im Kulturbahnhof Schillingstraße die Fotos aus dem Alltagsleben vergangener Zeit der Karl-Marx-Allee betrachtete.
Die Ausstellung informiert über die Geschichte, blickt zurück und nach vorn. Auf der Bahnsteigebene werden in großformatigen Fotokunstwerke, Details der Architektur und Momentaufnahmen aus dem Leben auf der Karl-Marx-Alle gezeigt, die eine eigene Erzählweise und einen eigenen Blick auf die Geschichte haben.
Und wer sich als stiller Beobachter einen Tag nach der Eröffnung in die Ausstellung stellt, der bemerkt, dass die Menschen stehen bleiben, sich aus dem Alltagstrott lösen, weil das Interesse an der Ausstellung lockt. Damit ist ein neuer Ort der Begegnung und des Dialogs aus dem Weg zur U-Bahn geschaffen worden.
Wer mehr online erfahren oder doch bald zu einem History Walk entlang der KMA aufbrechen möchte, folgt diesem Link: https://lnkd.in/dbDMujgs
Mit der Ausstellung sollen die Besucherinnen und Besucher eingeladen werden, mehr über die Planung, den Bau und den Alltag der Karl-Marx-Allee zu erfahren. Damit geht ein weiterer Berliner Kulturbahnhof in Betrieb. Dieses Mal wurde er vom Landesdenkmalamt Berlin initiiert und mit Mitteln des ehemalige DDR-Parteivermögen (PMO) gefördert.

Impressionen von der Ausstellungseröffnung

  • Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner eröffnet die Ausstellung mit Vertreter:innen aus der Politik und von der BVG

    Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner eröffnet die Ausstellung mit Vertreter:innen aus der Politik und von der BVG

  • Die Ausstellung wird vom Regierenden Bürgermeister Kai Wegner offiziell eröffnet

    Die Ausstellung wird vom Regierenden Bürgermeister Kai Wegner offiziell eröffnet

  • Landeskonservator Dr. Christoph Rauhut moderierte die Eröffnung

    Landeskonservator Dr. Christoph Rauhut moderierte die Eröffnung

  • Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner eröffnete die Ausstellung offiziell

    Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner eröffnete die Ausstellung offiziell

  • Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen begrüßte die Gäste zur Eröffnung

    Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen begrüßte die Gäste zur Eröffnung

  • Wencke Wallstein, Bereichsleiterin Infrastruktur, vertrat die BVG als Hausherrin bei der Eröffnung

    Wencke Wallstein, Bereichsleiterin Infrastruktur, vertrat die BVG als Hausherrin bei der Eröffnung

  • Landeskonservator Dr. Christoph Rauhut führt die ersten Besucherinnen und Besucher persönlich durch die Ausstellung

    Landeskonservator Dr. Christoph Rauhut führt die ersten Besucherinnen und Besucher persönlich durch die Ausstellung

  • Landeskonservator Dr. Christoph Rauhut führt die ersten Besucherinnen und Besucher persönlich durch die Ausstellung

    Landeskonservator Dr. Christoph Rauhut führt die ersten Besucherinnen und Besucher persönlich durch die Ausstellung

  • Die ersten Besucherinnen entdecken die Ausstellung

    Die ersten Besucherinnen entdecken die Ausstellung

  • Die Ausstellungseröffnung wurde von einem Jazz-Duo begleitet

    Die Ausstellungseröffnung wurde von einem Jazz-Duo begleitet

  • Fotokunstwerke auf der Gleisebene am U-Bahnhof Schillingstraße

    Fotokunstwerke auf der Gleisebene am U-Bahnhof Schillingstraße

  • Eingang zum neuen Kulturbahnhof Schillingstraße

    Eingang zum neuen Kulturbahnhof Schillingstraße

  • Im Anschluss an die Eröffnung fand ein Empfang im Salon Babette statt

    Im Anschluss an die Eröffnung fand ein Empfang im Salon Babette statt

  • Im Anschluss an die Eröffnung fand ein Empfang im Salon Babette statt

    Im Anschluss an die Eröffnung fand ein Empfang im Salon Babette statt

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