Newsletter des Landesdenkmalamtes Berlin - April 2025

Inhalt

1. Startschuss zum Tag des offenen Denkmals 2025

Impressionen vom Tag des offenen Denkmals 2024

Mit einer Auftaktveranstaltung im Paul-Gerhardt-Saal der Ev. Gemeinde Alt-Schöneberg fiel am 25. März 2025 der Startschuss zum Tag des offenen Denkmals 2025. Zahlreiche Veranstalterinnen und Veranstalter trafen sich zum Kennenlernen und Austausch über das diesjährige Schwerpunktthema „MehrWert“.

Wenn auch Sie ein Denkmal öffnen oder einen Programmpunkt rund um ein Denkmal am 13. und 14. September 2025 anbieten wollen, können Sie sich hier mit Ihrem Angebot anmelden: www.denkmaltag.berlin.de/anmeldung

Die Anmeldefrist für eine Aufnahme ins gedruckte Programm ist der 30. April. Allerdings sind jederzeit auch spätere Einreichungen für das Onlineprogramm möglich. Wir freuen uns auf ein vielfältiges und buntes Programm und danken allen Aktiven für ihr Engagement!

2. Einladung: Jung, aber Denkmal „Werke von Architektinnen“ (13. Mai 2025, 19.30 Uhr)

Jung, aber Denkmal - Werke von Architektinnen

Als das Landesdenkmalamt im Oktober 2024 die Unterschutzstellung des IBA-Wohngebäudes von Myra Warhaftig in Berlin-Kreuzberg bekanntgab, war die Presseresonanz auffällig mau. Beinahe erschreckend, wenn man sich daran zurückerinnert mit welcher öffentlichen Diskussion der sogenannte Block 2 in den 80er Jahren für Architektinnen als Planerinnen „erkämpft“ wurde. Oder waren die Reaktionen mau, weil viele Werke von Architektinnen inzwischen Denkmale sind? „Jung, aber Denkmale“ geht auf Spurensuche: Welche Rollen durften und konnten Architektinnen seit 1945 einnehmen? Welche Rolle spielte der emanzipatorische Wohnungsbau? Wie waren die Unterschiede in Ost- und West-Berlin? Wie war die zeitgenössische Rezeption? Und wie ist die heutige?

Die Veranstaltung findet wie gewohnt in der Urania Berlin statt und wird parallel als Livestream übertragen. Der Eintritt ist frei. Wer vor Ort teilnehmen möchte, melde sich bitte über das Ticketsystem der Urania Berlin an.

Weitere Informationen

Zur Anmeldung

3. Einladung: Kongress „Große Ensembles der Nachkriegsmoderne“ (23. Mai 2025)

Ensemble um den Fernsehturm

Der Berliner Senat bemüht sich aktuell um ein Städtebaufördergebiet „Berliner Mitte“, das auch das Ensemble um den Fernsehturm umfassen soll. Angesichts dieser Entwicklung ist eine Verständigung über den Umgang mit diesem Ensemble wichtig. Der Kongress „Große Ensembles der Nachkriegsmoderne – das Ensemble um den Fernsehturm in Berlin“ will zu diesem Verständigungsprozess beitragen. Geplant sind Vorträge hochkarätiger Expertinnen und Experten zum Umgang mit der Architektur der Nachkriegsmoderne. Ziel ist es, sowohl das Ensemble in Berlin zu betrachten als auch einen Blick auf Erfahrungen mit herausragenden Ensembles der Nachkriegsmoderne in anderen Städten zu werfen. Zum Schluss soll diskutiert werden, wie diese Erfahrungen auch für Berlin fruchtbar gemacht werden können.

Der Kongress ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Hermann-Henselmann-Stiftung mit dem Landesdenkmalamt Berlin, der TU Berlin (Fachgebiet Städtebauliche Denkmalpflege und Urbanes Kulturerbe), dem ICOMOS Deutschland e.V., der Architektenkammer Berlin und der Initiative Offene Mitte Berlin.

Weitere Informationen und Anmeldung

4. Save-the-Date: UNESCO-Welterbetag (1. Juni 2025)

Die Alte Nationalgalerie und das Neue Museum auf der Berliner Museumsinsel

Markieren Sie sich Sonntag, den 1. Juni 2025 im Kalender! An diesem Tag feiern wir den UNESCO-Welterbetag in Berlin, mit zahlreichen Veranstaltungen, Führungen und Aktivitäten rund um die (potenziellen) Welterbestätten. Entdecken Sie die architektonischen Meisterwerke der Berliner Moderne: Das LDA organisiert in jeder Welterbesiedlung je zwei fachkundige Führungen, zu denen Sie sich ab 15. Mai anmelden können.

Besuchen Sie außerdem das Festival „200 Jahre Grundsteinlegung der Museumsinsel“. Erfahren Sie mehr über die Geschichte und Bedeutung der Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin sowie über die Zusammenhänge des ehemaligen Tentativkandidaten OST WEST OST. Würdigen Sie mit uns unser Welterbe! Weitere Details folgen in Kürze.

5. Neue Veröffentlichungen

Buchcover „Gartendenkmale in Berlin - Siedlungsgrün“

Gartendenkmale in Berlin – Siedlungsgrün

Vorgärten, Gartenhöfe, gemeinschaftliche Grünanlagen oder auch Mietergärten spiegeln über die Jahrhunderte hinweg als Siedlungsgrün gesellschaftliche und politische Verhältnisse, Stadtplanung und Gartenarchitektur. Zusammen mit den Wohngebäuden bilden Sie ein Gesamtkunstwerk. Die Metropole Berlin mit ihrer wechselvollen Geschichte hat dabei immer ganz besondere Impulse gegeben, die sich in Gestaltung und Nutzung wiederfinden.

Die neu erschienene, reich bebilderte Publikation „Gartendenkmale in Berlin – Siedlungsgrün“ dient Eigentümer*innen und Mieter*innen, Planenden und der Öffentlichkeit als wertvolle Informationsquelle und hilft, das Siedlungsgrün zu schützen und zu bewahren.

Landesdenkmalamt Berlin (Hrsg.)
Gartendenkmale in Berlin – Siedlungsgrün
Beiträge zur Denkmalpflege in Berlin, Band 61
Hardcover, 232 Seiten, 23,5 × 29,7 cm, mit 321 Abbildungen
ISBN 978-3-87437-639-6
1. Auflage, April 2025
EUR 39,95

Direkt bestellen beim Anton H. Konrad Verlag

Cover „Denkmalpflegerischer Fachstandard E-Ladesäulen“

Fachstandard E-Ladesäulen

Mit dem denkmalpflegerischen Fachstandard E-Ladesäulen beginnt das Landesdenkmalamt Berlin eine neue Serie an Fachstandards, die sich mit verschiedenen Elementen im Stadtraum in Zusammenhang mit Denkmalen beschäftigen. Sie sollen die Genehmigungsprozesse vereinfachen und beschleunigen.

Der erste Fachstandard hat die Berliner E-Ladesäulen-Infrastruktur zum Thema. Er informiert über Rahmenbedingungen und aktuelle Gestaltungsvorgaben des Landes Berlin und gibt Empfehlungen zum denkmalpflegerischen Umgang mit E-Ladesäulen. Die enthaltenen Rahmenvorgaben ermöglichen zudem das pauschalierte Einvernehmen zwischen Landesdenkmalamt und den Denkmalschutzbehörden der Bezirke bei der Genehmigung von E-Ladesäulen.

Fachstandard hier online lesen

Buchcover Berliner Schriften zur Industriekultur - Band 4

Berliner Schriften zur Industriekultur Band 4

Die Geschichte der Industriekultur in Tempelhof-Schöneberg zeigt eindrucksvoll, wie sich städtische Räume im Laufe der Zeit wandeln. Der neue Band „Tempelhof-Schöneberg: Industriekultur zu Wasser, zu Lande, in der Luft“ beschreibt die reiche industrielle Vergangenheit des Bezirks sowie die kreative Umnutzung alter Industrieflächen. Herausgegeben vom Berliner Zentrum Industriekultur (bzi) ist der Band seit dem 10. April im Buchhandel erhältlich.

Das Berliner Zentrum Industriekultur ist eine Kooperation der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin sowie dem Land Berlin, vertreten durch die Obere Denkmalschutzbehörde.

Berliner Zentrum Industriekultur (Hrsg.)
Tempelhof-Schöneberg: Industriekultur zu Wasser, zu Lande, in der Luft“
Berliner Schriften zur Industriekultur, Band 4
Broschüre, 56 Seiten, 27,4 × 20,7 cm, mit zahlreichen farbigen und historischen Abbildungen
ISBN 978-3-939629-72-6
1. Auflage, April 2025
EUR 12

Direkt bestellen beim L&H Verlag

Weitere Informationen zur Reihe „Berliner Schriften zur Industriekultur“

6. LDA intern

Neu im LDA: Jan Brunner
Jan Brunner studierte Geschichte an der Universität Mainz und Zeitgeschichte an der Universität Potsdam. Dabei befasste er sich mit der Wissens- und Ideengeschichte von Stadtplanung und Architektur u.a. am Beispiel der beiden Bauabschnitte der heutigen Karl-Marx-Allee. Während des Studiums arbeitete Jan Brunner als studentischer Mitarbeiter am Institut für Geschichtliche Landeskunde Rheinland-Pfalz e.V., wo er sich neben Regional- und Wirtschaftsgeschichte auch mit (Bau-)Denkmalen beschäftigte. Darüber hinaus wirkte er im Stadthistorischen Museum Mainz an der Geschichtsvermittlung mit. Seit März 2025 ist Jan Brunner als wissenschaftlicher Volontär in der Abteilung Inventarisation und Denkmalvermittlung des Landesdenkmalamtes Berlin tätig.

Neu im LDA: Dr. Katja Laudel
Dr. Katja Laudel studierte an der Bauhaus-Universität Weimar und der ETSA Valladolid Architektur. Nach einem Volontariat beim Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und dem Archäologischen Landesmuseum, das sie von 1997 bis 1998 absolvierte, war sie als freiberufliche Bauforscherin tätig. 2004 promovierte Katja Laudel zum Thema „Der Typenwandel des ländlichen Wohnhauses im Oderbruch zwischen 1750 und 1850“. Seit 2010 war sie als Projektleiterin mit der Planung und Bauüberwachung von Denkmalpflegeprojekten in Berlin und Brandenburg beauftragt. Sie erstellte Denkmalpflegepläne, denkmalpflegerische Gutachten und Sanierungskonzepte. Zuletzt leitete sie im Planungsbüro Axel Seemann die denkmalgerechte Grundinstandsetzung und Revitalisierung einer Gutsanlage in Brandenburg sowie die Dachinstandsetzung des Neuen Palais in Potsdam. Seit April 2025 ist Dr. Katja Laudel im Landesdenkmalamt Berlin Gebietsreferentin in der Bau- und Kunstdenkmalpflege. Außerdem nimmt sie Ordnungsaufgaben bei Bauvorhaben der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Verfassungsorgane wahr und betreut überbezirklich die Denkmale der Deutschen Bahn.

Neu im LDA: Joana Michalzik
Joana Michalzik studierte Kunstgeschichte und Klassische Archäologie sowie Historische Urbanistik in Dresden und in Berlin. Aufgrund ihres Interesses für Kunst- und Baugeschichte absolvierte sie während des Studiums ein Praktikum im Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum. Außerdem war Joana Michalzik als Werkstudentin bei einem Makler-Start-Up tätig, wo sie sich intensiv mit den Themen Architektur, Stadtentwicklung und Wohnen in Berlin beschäftigte. Zuletzt arbeitete sie bei der gemeinnützigen Gesellschaft für Stadtentwicklung im Organisationsmanagement sowie in der Prozessentwicklung für Digitalisierung. Seit dem 1. April 2025 ist Joana Michalzik als wissenschaftliche Volontärin in der Abteilung Bodendenkmalpflege des Landesdenkmalamtes Berlin tätig.

7. Termine 2025

  • 13. Mai, 19.30 Uhr: Jung, aber Denkmal: Werke von Architektinnen
  • 22. Mai, 18.00 Uhr: GartenForum Glienicke: Friedhofstransformation – Alter Kirchhof der St. Nikolai- und St. Mariengemeinde
  • 23. Mai: Wissenschaftliches Kolloquium „Schloßplatz und Breite Straße“
    Eine Veranstaltung der Historischen Kommission zu Berlin e.V. in Kooperation mit dem Landesdenkmalamt Berlin und dem Museum für Vor- und Frühgeschichte
  • 23. Mai: Kongress „Große Ensembles der Nachkriegsmoderne – das Ensemble um den Fernsehturm in Berlin“
    Eine Veranstaltung der Hermann-Henselmann-Stiftung in Kooperation mit dem Landesdenkmalamt Berlin, der TU Berlin (Fachgebiet Städtebauliche Denkmalpflege und Urbanes Kulturerbe), ICOMOS Deutschland, der Architektenkammer Berlin und der Initiative Offene Mitte Berlin
  • 01. Juni: Welterbetag
  • 18. Juni, 18.00 Uhr: Verleihung des Studienpreises 2025
  • 18. Juni, 18.00 Uhr: GartenForum Glienicke: Die Königliche Gärtnerlehranstalt in Potsdam-Wildpark und Berlin-Dahlem
  • 23. Juni: Eröffnung PETRI Berlin
  • 01. Juli: Denkmalpflege vor Ort, Staatsbibliothek Unter den Linden
  • 26./27. Juli: Welterbefestival in der Hufeisensiedlung
  • 13./14. September: Tag des offenen Denkmals
  • 18./19. Oktober: Symposium „100 Jahre Hufeisensiedlung“
    Eine Veranstaltung gefördert durch das Landesdenkmalamt Berlin
  • 04. November, 19.30 Uhr: Jung, aber Denkmal
  • 25. November, 18.00 Uhr: Verleihung des Berliner Denkmalpreises 2025
  • 26. November: Tag der Berliner Archäologie