Bronzekopf nach über 50 Jahren wiederentdeckt – exklusiv zu sehen im PETRI Berlin

Bronzekopf von der Skulptur „Springendes Mädchen“ des Berliner Bildhauers Wolfgang Schaper (1895–1930)

Bronzekopf von der Skulptur „Springendes Mädchen“ des Berliner Bildhauers Wolfgang Schaper (1895–1930)

Im Jahr 2024 wurde bei Reinigungsarbeiten im Teltowkanal ein ungewöhnlicher Fund gemacht: ein bronzener Skulpturenkopf. Erste Recherchen ergaben, dass der Kopf ursprünglich zur Figur „Springendes Mädchen“ des Berliner Bildhauers Wolfgang Schaper (1895–1930) gehörte, die bis 1970 im Volkspark Mariendorf stand. Nachdem die Skulptur Opfer von Vandalismus geworden war, fehlte 54 Jahre lang jede Spur vom Kopf des Mädchens.
Wolfgang Schaper, der für seine Sportdarstellungen bekannt war, schuf die Mädchenfigur 1926/27. Es wird vermutet, dass die damals 10-jährige Nichte des Bildhauers, Elisabeth Noelle-Neumann (1916–2010), als Vorbild für die Bronze gedient hat. Zur selben Zeit entstand auch sein wohl bekanntestes Werk „Diskuswerfer“, das noch heute in der Nähe des Berliner Olympiastadions steht.

Zwei erhaltene Abgüsse des „Springenden Mädchens“ – einer in Graal-Müritz, der andere im Garten der Familie Noelle-Neumann in Allensbach am Bodensee – vermitteln einen Eindruck von der ursprünglichen Gestalt der Skulptur. Der Körper der Berliner Figur war in späteren Jahren eingeschmolzen worden. Umso bemerkenswerte ist es, dass der Kopf nun nach mehr als 50 Jahren wiederentdeckt und restauriert werden konnte.

Besucherinnen und Besucher können den Bronzekopf nun im 1. Obergeschoss des PETRI Berlin bewundern, bevor er im Magazin der Gartendenkmalpflege des Landesdenkmalamtes Berlin seinen Platz finden wird.

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