Mit der Neuerscheinung „Walter Rossow (1920–1992). Leben und Werk“ von Sarah Wiesner legt das Landesdenkmalamt Berlin erstmals einen umfassenden chronologischen Überblick über das Schaffen eines der bedeutendsten Landschaftsarchitekten der jungen Bundesrepublik vor. Die Publikation würdigt Rossow als prägenden Gestalter des Wiederaufbaus, Vordenker moderner Landschaftsplanung und engagierten „Anwalt der Landschaft“. Im Rahmen des GartenForums Glienicke wurde die Publikation am 20. April 2026 in der ausgebuchten Hansabibliothek vorgestellt.
Als „Protagonist der Moderne” und „öffentlichkeitsbezogener und politischer Planer” wurde er bezeichnet: Walter Rossow gilt zu Recht als einer der bekanntesten deutschen Landschaftsarchitekten. Verzögert durch die Kriegszeiten begann seine Karriere als Planer erst mit der Interbau 1957 in Berlin und der Weltausstellung 1958 in Brüssel. Über West-Berlin hinaus bearbeitete Rossow insbesondere in seiner zweiten Heimat Baden-Württemberg große Projekte und leistete dort Beachtenswertes für den Wiederaufbau und die vernetzte Durchgrünung zerstörter Stadtkerne. Gemeinsam mit dem Deutschen Werkbund brachte er die junge Fachdisziplin Landschaftsplanung durch die Warnung vor „der großen Landzerstörung“ voran. Die Publikation leistet erstmals einen chronologischen Gesamtüberblick über Rossows Werk und gewährt einen breiten Einblick in sein künstlerisches und planerisches Wirken.
Im Anschluss an die Buchvorstellung fand ein Podiumsgespräch zwischen der Autorin, Prof. Dr. Markus Jager (Leibniz Universität Hannover) und Dr. Leonie Glabau (Landesdenkmalamt Berlin) statt.