Das sozialistische Deutschland hatte ein komplexes Verhältnis zu den Kirchen. Umso bemerkenswerter ist eine Entwicklung in der Spätphase der DDR: Im Rahmen eines „Valuta-Sonderbauprogramms“ wurden landesweit neue Kirchengebäude und Pfarrzentren errichtet – finanziert durch die bundesdeutschen Kirchen. Für die DDR brachte dies dringend benötigte Devisen, und sie konnte zugleich ihr Verhältnis zu den Kirchen verbessern.
Vier dieser sogenannten „Limex-Kirchen“ wurden jüngst in die Berliner Denkmalliste aufgenommen.
In der Diskussionsrunde spüren Expertinnen und Experten aus den Bereichen Architektur, Stadtentwicklung, Geschichte und Denkmalpflege diesem besonderen Kapitel der deutsch-deutschen Geschichte nach. Sie werfen einen Blick auf die Rolle der Kirchen in der DDR und fragen, wie die Bauten heute genutzt werden.
PROGRAMM
Einführung
Prof. Dr. Christoph Rauhut, Landeskonservator und Direktor Landesdenkmalamt Berlin
- Wiebke Ahues | Vizepräsidentin der Architektenkammer Berlin
- Prof. Dr. Karin Berkemann | Professorin für Baugeschichte und Denkmalpflege Hochschule Anhalt
- Matthias Hoffmann-Tauschwitz | ehemaliger Leiter des kirchlichen Bauamtes der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)
- Andreas Roth | Bereichsleiter Bau beim Erzbischöflichen Ordinariat Berlin
- Dr. Christian Walther | Publizist und Politologe
MODERATION: Dr. Verena Pfeiffer-Kloss | Architekturhistorikerin
Dienstag, 05. Mai 2026
ab 19.30 Uhr
Urania Berlin und Livestream
Eine Veranstaltung des Landesdenkmalamtes Berlin und der Architektenkammer Berlin
Anmeldung erforderlich (kostenfrei): https://www.reservix.de/p/reservix/event/2550134
oder im Livestream: https://www.youtube.com/landesdenkmalamtberlin