Nach einer 18-monatigen Generalsanierung öffnet das Kino International an der Berliner Karl-Marx-Allee mit einem Pre-Opening ab 26. Februar 2026 wieder seine Türen. Eines der bedeutendsten Premierenkinos Deutschlands kehrt zurück: als Ort internationaler Filmgeschichte und zeitgemäß ausgestattetes Kino für die Zukunft. Das Grand Opening dieses architektonischen Wahrzeichens der Nachkriegsmoderne wird am 3. März in Anwesenheit des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Dr. Wolfram Weimer, und des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Kai Wegner, gefeiert. Die interessierte Öffentlichkeit kann das Kino bereits am 22. Februar im Rahmen des Open House bewundern.
Seit seiner Eröffnung im Jahr 1963 prägt das Kino an der Karl-Marx-Allee die nationale und internationale Kinolandschaft. Es war Premierenkino der DEFA, Spielstätte internationaler Filmfestivals und Bühne für Filmemacher*innen und Schauspieler*innen wie Tilda Swinton, Steven Spielberg, und Spike Lee. Der großzügige Saal, markante Holzvertäfelungen, Kristallleuchter und die Panoramabar mit Blick auf die Karl-Marx-Allee zählen zu den prägenden architektonischen Elementen des Hauses.
Um das Kino dauerhaft zukunftsfähig zu machen, war erstmals in seiner Geschichte eine vollständige Schließung notwendig. Von April 2024 bis Februar 2026 wurde die technische Infrastruktur erneuert. Dazu gehörten unter anderem 40 Kilometer Installationsleitungen, 20 Kilometer Fernmeldeleitungen und 3,5 Kilometer Rohrleitungen. Die neue Heiztechnik senkt den Energiebedarf um rund 70 Prozent.
Ziel der Sanierung war es, die denkmalgeschützte Substanz zu erhalten und gleichzeitig moderne Kinotechnik zu integrieren. Ein Christie-Laserprojektor ermöglicht 4K-Projektion auf Cannes-Niveau, ergänzt durch ein Dolby 7.1-Soundsystem. Die Sitze wurden neu bepolstert und der Reihenabstand vergrößert, wodurch sich die Gesamtzahl der Sitzplätze auf 506 reduziert hat. Ein Aufzug zum Saal sowie rollstuhlgerechte Sanitäranlagen sorgen künftig für vollständige Barrierefreiheit.
Ein Schwerpunkt der Arbeiten lag auf der handwerklichen Restaurierung der historischen Ausstattung. Insgesamt sieben Kilometer Wandlamellen aus Kirschbaum, Ulme und Esche wurden einzeln aufgearbeitet. Der ikonische silberne Premierenvorhang mit 20 Millionen Pailletten wurde aufwendig restauriert und originalgetreu rekonstruiert. Die denkmalgerechte Planung übernahmen Dickmann Richter Architekten. Realisiert wurde die Sanierung durch Eigenmittel der Yorck Kino GmbH sowie durch öffentliche Förderungen des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin, dem Bund-Länder-Programm Lebendige Zentren und Quartiere, des Landesdenkmalamtes Berlin, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Filmförderungsanstalt.
Dr. Christian Bräuer, Geschäftsführer der Yorck Kinogruppe erklärt: „Unser Ziel ist es, das Kino International als eine der bedeutendsten Ikonen der Kinoarchitektur zu erhalten und zugleich als lebendigen Ort der Filmkultur in die Zukunft zu führen. Als Heimstätte ebenso des deutschen Films wie des großen Arthouse-Kinos – nicht museal, sondern als Raum gemeinsamen Erlebens, in dem auch kommende Generationen Kinokultur und Filmkunst entdecken können. Hinter der denkmalgeschützten Fassade steht modernste Technik – mit der gleichen Technologie, die im Festivalpalast in Cannes für Weltklasse-Erlebnisse sorgt. Dass wir das Projekt im Zeit- und Budgetrahmen realisieren konnten, ist eine gute Nachricht. Nach knapp 22-monatiger Schließung freuen wir uns, bald wieder Publikum zu begrüßen und am 3. März 2026 im großen Rahmen die Wiedereröffnung zu feiern.“
Christoph Rauhut, Landeskonservator und Direktor des Landesdenkmalamtes Berlin ergänzt: „Die Baugeschichte des Gebäudes erhält ein neues Erfolgskapitel – nun im Zusammenwirken von privatem Eigentümer und staatlicher Unterstützung – und Berlin eine Denkmalsanierung, die zeigt, wie leichtfüßig eine solche gelingen kann, wenn ein Projekt durch Begeisterung und Professionalität aller Beteiligten getragen wird.“
Alle Informationen rund um die Eröffnung und weitere Hintergrundinformationen finden Sie hier: https://presse.yorck.de/