Am 27. Tag der Berliner Archäologie werden die wichtigsten Grabungen und Forschungsergebnisse des vergangenen Jahres vorgestellt. Im Mittelpunkt steht die Ausgrabung am Molkenmarkt im historischen Stadtzentrum, die durch den Fund eines Münzschatzes aus dem 13. Jahrhundert Aufsehen erregte. Das Grabungsteam berichtet über die Dokumentation dieser komplexen Innenstadtgrabung, stellt neueste Funde aus dem mittelalterlichen Berlin sowie selten erhaltene Textilien vor.
Weitere Highlights sind Neufunde wie römisches Tafelgeschirr (Terra Sigillata) am nordöstlichen Stadtrand und die Wiederentdeckung der Gruft Julie von Voß in Buch.
Ein Waffendepot aus dem Zweiten Weltkrieg in Kreuzberg zeugt von dunkleren Kapiteln der Geschichte.
Aber auch ältere Grabungen liefern neue Erkenntnisse: Ergebnisse der Analyse eingeritzter Inschriften von Zwangsarbeitenden aus dem NS-Durchgangslager Wilhelmshagen, am Petriplatz bringt eine große Skelettserie neue Erkenntnisse. Und ein neuer Band zur Rathaus-Grabung präsentiert die Befunde des Alten Berliner Rathauses.
Zum Abschluss besteht die Möglichkeit, das neu eröffnete PETRI Berlin zu besichtigen und beim Abendempfang ins Gespräch zu kommen.
Wann: Mittwoch, den 26.11.2025
Wo: Humboldt-Saal in der Staatsbibliothek zu Berlin, Unter den Linden 8, 10117 Berlin
Eingang: „Generaldirektion / Veranstaltungen“, noch vor dem Brunnenhof links
Abendempfang: PETRI Berlin, Gertraudenstraße 8, 10178 Berlin