Heinrich-von-Kleist-Park offiziell wiedereröffnet!

Eröffnung Heinrich-von-Kleist-Park: Alle Projektbeteiligten schneiden gemeinsam symbolisch ein rotes Band durch.

Alle Projektbeteiligten schneiden gemeinsam symbolisch ein rotes Band durch.

Am 22. Juli 2025 wurde der frisch sanierte Heinrich-von-Kleist-Park in Berlin-Schöneberg unter großem öffentlichen Interesse feierlich eingeweiht. Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann, Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck und Karen Andreas, Landesdenkmalamt Berlin schnitten gemeinsam mit allen Projektbeteiligten ein symbolisches rotes Band durch. Im Anschluss konnten sich die zukünftigen Parknutzerinnen und –nutzer bei einem Rundgang einen Überblick über die verschiedenen umgesetzten Maßnahmen machen. Mit der Sanierung konnten der Fachbereich Grünflächen des Straßen- und Grünflächenamtes des Bezirks Tempelhof-Schöneberg gemeinsam mit dem Landesdenkmalamt Berlin und dem beauftragten Planungsbüro Henningsen ein bedeutendes Gartendenkmal wieder für alle erlebbar machen.

Die Sanierung des Gartendenkmals

Bei der denkmalgerechten Sanierung des Heinrich-von-Kleist-Parks handelt es sich um eine der großen Investitionsmaßnahmen des Bezirks Tempelhof-Schöneberg mit einem Gesamtvolumen von 2,8 Millionen Euro, an dem sich auch das Landesdenkmalamt Berlin beteiligt hat. Ziel war es, die historische Gestaltung des Parks wieder erlebbar zu machen und dabei den aktuellen Anforderungen an die Grünanlage gerecht zu werden. Im Rahmen der Sanierung wurden deshalb auch zeitgemäße Parknutzungen wie eine Hundeauslauffläche, funktionale Aspekte wie Barrierefreiheit sowie Belange des Naturschutzes und der Klimaanpassung berücksichtigt.

  • Eröffnung Heinrich-von-Kleist-Park: Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann begrüßt die vielen Gäste zur Eröffnung des Parks.

    Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann begrüßt die vielen Gäste zur Eröffnung des Parks.

  • Eröffnung Heinrich-von-Kleist-Park: Der Parkrundgang stieß auf großes Interesse.

    Der Parkrundgang stieß auf großes Interesse.

  • Eröffnung Heinrich-von-Kleist-Park: Alle Projektbeteiligten schneiden gemeinsam symbolisch ein rotes Band durch.

    Alle Projektbeteiligten schneiden gemeinsam symbolisch ein rotes Band durch.

  • Eröffnung Heinrich-von-Kleist-Park: Karen Andreas (links) hat die Sanierung fachlich begleitet.

    Karen Andreas (links) hat die Sanierung fachlich begleitet.

Historie des Heinrich-von-Kleist-Parks

Der Heinrich-von-Kleist-Park ist eine der ältesten Parkanlagen Berlins mit einer wechselvollen und spannenden Geschichte. Sein Ursprung liegt in einem 1679 angelegten kurfürstlichen Küchengarten, der später zum ersten Botanischen Garten Berlins wurde. Im Jahr 1889 galt er mit 19.000 Pflanzenarten, 18 Gewächshäusern und einem Palmenhaus als der drittgrößte Botanische Garten Europas. Nach dem Umzug des Botanischen Gartens an den heutigen Standort in Berlin-Dahlem gestaltete Albert Brodersen 1909 den Park neu. Zu diesem Zeitpunkt wurden auch die Königskolonnaden, die ursprünglich die Königsbrücke am Alexanderplatz zierten, in die Gestaltung integriert. 1910 erhielt er anlässlich des 100. Todestages von Heinrich von Kleist seinen heutigen Namen und diente nun erstmals als öffentliche Parkanlage vor dem neu errichteten Kammergerichtsgebäude. Im Jahr 1945 zog der Alliierten Kontrollrat in das Gebäude ein und beauftragte den bedeutenden Landschaftsarchitekten Georg Pniower mit der Umgestaltung des kriegsgeschädigten Parks. In nur fünf Monaten schuf Pniower eine repräsentative Anlage, deren Form sich bis heute erhalten hat. Erst mit der Wiedervereinigung wurde der Park wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Bedeutendes Gartendenkmal

Seit 1995 steht der Heinrich-von-Kleist-Park als Gartendenkmal unter Denkmalschutz – u.a. wegen seiner geschichtlichen Bedeutung als ehemaliger Botanischer Garten und späterer repräsentativer Parkanlage des Alliierten Kontrollrates, seiner städtebaulichen Bedeutung aufgrund der gelungenen Integration der Königskolonnaden als Parkeingang von der Potsdamer Straße, aber vor allem auch aufgrund seiner künstlerischen Bedeutung als eines der Hauptwerke des Landschaftsarchitekten Georg Pniower.

Parkpflegewerk

Als Grundlage zur Erhaltung und Weiterentwicklung des Parks wurde ein Parkpflegewerk erstellt, das die historische Gestaltung Pniowers berücksichtigt. Darauf basierend erfolgte die Wiederherstellung wichtiger Elemente und die Verbesserung der Zugänge sowie neuer Aufenthaltsbereiche zur Steigerung der Parkqualität.

Kontakt

Landesdenkmalamt Berlin
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