Löwenbrücke im Berliner Tiergarten wiedereröffnet

Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt Ute Bonde, Bauleiter Jochen Pflüger und Landeskonservator Dr. Christoph Rauhut eröffnen die Löwenbrücke.

Am 03.07.2025 gaben Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt und Landeskonservator Dr. Christoph Rauhut den denkmalgerechten Ersatzneubau der Löwenbrücke für den Fußgängerverkehr frei. Die im Jahr 1838 erbaute Brücke ist die älteste Hängebrücke Berlins und gilt heute als herausragendes Beispiel für das Zusammenspiel von Ingenieurskunst, Bildhauerei und Landschaftsarchitektur des 19. Jahrhunderts. Hofbauinspektor Ludwig Ferdinand Hesse entwarf sie nach dem Vorbild der Löwenbrücke in Sankt Petersburg.

Die Brücke entstand im Zuge der landschaftlichen Umgestaltung des Großen Tiergartens durch Peter Joseph Lenné ab 1833. Lenné legte ein weitläufiges Gewässersystem mit Teichen und Bachläufen an, das den Bau mehrerer Übergänge erforderte. Die Löwenbrücke wurde als Hängeseilbrücke aus Holz konstruiert. Die Tragkabel werden in den Mäulern der vom Bildhauer Christian Friedrich Tieck geschaffenen gusseisernen Löwenplastiken in die Fundamente umgelenkt.

Nach Kriegsschäden blieben nur noch die Brückenköpfe mit den Löwen erhalten. Nachdem die Brücke 1957 leicht verändert wiedererrichtet wurde, musste sie 2008 aufgrund von Mängeln zurückgebaut werden. Im Jahr 2024 begann schließlich die denkmalgerechte Erneuerung. Die Farbgebung der Brücke beruht auf schriftlichen Quellen, in denen Hesse die Brücke als lichtgelb mit bronzierten Löwen beschreibt. Das Tragwerk entspricht weitgehend dem historischen Vorbild.

Mit der Wiederherstellung der Löwenbrücke konnte ein bedeutendes baukulturelles Zeugnis im Tiergarten bewahrt und als Wegeverbindung sowie gestalterisches Element in der Parklandschaft zurückgewonnen werden.

Kontakt

Landesdenkmalamt Berlin
Altes Stadthaus

Verkehrsanbindungen