Das Beobachtungsinterview dient der Analyse von Arbeitstätigkeiten und der Messung psychischer Belastungen.
Dabei werden Tätigkeiten an einem typischen Arbeitstag beobachtet, ergänzt durch ein kurzes Interview mit dem/der Beschäftigten.
Auf Basis dieser Beobachtung werden Defizite erkannt und gezielte Maßnahmen zur Verbesserung abgeleitet.
Der Eichenprozessionsspinner (EPS) stellt vor allem für Beschäftigte ein Risiko dar, die sich regelmäßig im Bereich von Eichenbeständen aufhalten oder dort arbeiten. Für Personen, die berufsbedingt dieser Gefährdung ausgesetzt sind,
müssen Maßnahmen des Arbeitsschutzes getroffen werden. Hier erhalten Sie mehr Informationen zum Thema.
Beobachtungsinterview
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Ziel
- Analyse von Arbeitstätigkeiten
- Messung der psychischen Belastung
- Erkennen von Defiziten und Ableitung von Maßnahmen
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Methodisches Vorgehen
- Beobachtung der Tätigkeit an einem normalen repräsentativen Arbeitstag
- Ergänzend kurzes Interview des/der Beschäftigten
- Einschätzung von Tätigkeitsmerkmalen anhand eines Analysebogens
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Verfahrenstyp
- bewertet Tätigkeitsmerkmale unabhängig von den ausführenden Beschäftigten
- Einsatz nur durch geschulte Anwenderinnen und Anwender
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Zeitbedarf
- Zeitbedarf für Beobachtung abhängig von Komplexität/Kompliziertheit der Tätigkeit
(von 30 min bis zu mehreren Schichten) - Zeitbedarf für Einschätzung der Tätigkeitsmerkmale eher gering
- Zeitbedarf für Beobachtung abhängig von Komplexität/Kompliziertheit der Tätigkeit
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Voraussetzungen
- Fachliche und methodische Schulung der beobachtenden Personen
- Person, die bei der Ausführung der Tätigkeit beobachtet werden soll,
über Ziele und Vorgehen informieren - Mit dem Beobachtungsinterview den normalen Ablauf möglichst nicht stören
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Erfassbare Merkmalsbereiche
- Arbeitsinhalt
- Arbeitsorganisation
- Arbeitsumgebung
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Eignung
- Universell (in allen Branchen) einsetzbar
- Besonders geeignet für Tätigkeiten, die gut beobachtbar sind
- Weniger geeignet für Tätigkeiten mit hohem Anteil an geistigen Leistungen
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Beispiele für Verfahren
- SPA-S: Screening Psychischer Arbeitsbelastungen (Situation)
- GPB: Gefährdungsanalyse Psychischer Belastung
- SGA: Screening Gesundes Arbeiten
- KABA-K: Kurzform der Kontrastiven Aufgabenanalyse
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Vorteile
- Objektive Erfassung der Belastung
- Fast an jedem Arbeitsplatz einsetzbar
- Keine sprachlichen Barrieren
- Gestaltungsmaßnahmen aus kritischen Merkmalen direkt ableitbar
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Nachteile
- Hoher zeitlicher Aufwand bei mehreren Arbeitsplätzen
- Beschäftigte nur bedingt beteiligt
- Soziale Beziehungen nicht durch Beobachtung erfassbar
Gewerbeärztlicher Dienst / Arbeitspsychologie
Referat II C
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