«Utopie Kulturforum» für neuen Bereich im Zentrum Berlins

«Utopie Kulturforum» für neuen Bereich im Zentrum Berlins

Nach Jahrzehnten mit Leerflächen aus Krieg und NS-Zerstörung soll das Kulturforum in Berlin in direkter Nachbarschaft zum Potsdamer Platz zu einem lebendigen innerstädtischen Ort der Begegnungen werden.

  • Utopie Kulturforum (1)© dpa
    Ein Frau geht im Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt «Utopie Kulturforum» in der Kunstbibliothek an einem Foto des werdenden Kulturforums aus dem Jahre 1961 vorbei.
  • "Utopie Kulturforum"© dpa
    Verschiedene Dokumente und Fotos informieren über die Entstehung des Kulturforums.
  • Utopie Kulturforum (3)© dpa
    Eine Vitrine mit einem Modell des Kulturforums ist im Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt «Utopie Kulturforum» in der Kunstbibliothek zu sehen. Die Stiftung St. Matthäus, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und die Stiftung Berliner Philharmoniker erkunden erstmals gemeinsam die Ideengeschichte des Kulturforums.
  • Utopie Kulturforum (2)© dpa
    Pfarrer Hannes Langbein (l-r), Direktor der Kulturstiftung St. Matthäus der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Andrea Zietzschmann, Intendantin der Berliner Philharmoniker, und Joachim Brand, Stellvertretender Direktor der Kunstbibliothek am Kulturforum der Staatlichen Museen zu Berlin, lassen sich am Rande einer Pressekonferenz zum gemeinsamem Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt «Utopie Kulturforum» zusammen vor dem Kulturforum fotografieren.
Dort bereits ansässige Einrichtungen wie Berliner Philharmoniker, Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit mehreren Museen und Institutionen oder der Kirche St. Matthäus präsentierten dazu am 26. August 2021 das gemeinsame Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt «Utopie Kulturforum». Der riesige Platz war einst das Tiergartenviertel mit überwiegend großbürgerlichen Wohneinheiten. Die Nationalsozialisten planten hier militärische Teile einer Hauptstadt Germania, der Krieg ließ mit Ausnahme der Kirche praktisch die gesamte Fläche zerstört zurück.
Im Lauf der Jahrzehnte versammelten sich Ikonen moderner Architektur auf dem Areal unweit des alten Mauerverlaufs. Die von Klarheit gezeichnete Neue Nationalgalerie von Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969), die spektakuläre Philharmonie von Hans Scharoun (1893-1972), der später am anderen Ende des Platzes zudem die nicht weniger innovative Staatsbibliothek baute. Hinzu kommt das Ensemble aus Kunstgewerbemuseum und Gemäldegalerie. Auf der bisher freien Fläche zwischen all diesen Einrichtungen bauen die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron bis 2026 für aktuell 450 Millionen Euro das Museum 20. Jahrhunderts.
Mit «Utopie Kulturforum» wollen die Anrainer bis Ende des Jahres aufzeigen, welches Entwicklungspotenzial sich aus dem dann kompletten Ensemble der Institutionen für neue Plätze und Begegnungsorte ergibt.
Kulturforum Potsdamer Platz
© Maximilian Meisse

Kulturforum

Das Kulturforum ist mit der Gemäldegalerie, dem Kunstgewerbemuseum, Konzertsälen und Bibliotheken ein modernes Zentrum für Kunst und Kultur in Berlin. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 26. August 2021 14:58 Uhr

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