Berlin will bei Kunstprojekt «DAU» keinen Druck machen

Berlin will bei Kunstprojekt «DAU» keinen Druck machen

Das Land Berlin will sich in das Genehmigungsverfahren für das umstrittene Kunstprojekt «DAU» nicht einschalten.

Mauer- und Kunstprojekt DAU Freiheit

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«Es ist nicht am Senat, da in irgendeiner Weise Druck auszuüben», versicherte Kultursenator Klaus Lederer (Linke) am 17. September 2018 im zuständigen Ausschuss des Abgeordnetenhauses. Über die Genehmigung müssten ausschließlich Bezirk und Sicherheitsbehörden entscheiden, sie hätten am Schluss auch die Verantwortung.

«Wir können höchstens als Ermöglicher auftreten.»

Bei dem Projekt des russischen Filmemachers Ilya Khrzhanovsky soll vom 12. Oktober an vier Wochen lang ein Gebäudekomplex am Berliner Boulevard Unter den Linden mit einer Betonmauer abgeriegelt werden, um dahinter Diktatur erfahrbar zu machen. Das Projekt ist heftig umstritten und hat zu einer Debatte über die Kunstfreiheit geführt. Lederer signalisierte erneut seine Unterstützung. Unter dem künstlerischen Aspekt sei es richtig, solche Projekte zu ermöglichen.
Dau Freiheit
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«Dau Freiheit»: Mauer- und Kunstprojekt

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Rettungswesten am Konzerthaus
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Kunstaktionen im öffentlichen Raum

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 17. September 2018