Lesbisch-schwules Stadtfest: Gegen Antisemitismus

Lesbisch-schwules Stadtfest: Gegen Antisemitismus

Anlässlich des lesbisch-schwulen Stadtfestes in Schöneberg haben 120 Unternehmen aus dem sogenannten Regenbogenkiez einen Aufruf gegen Antisemitismus unterzeichnet.

Lesbisch-Schwules Stadtfest in Berlin

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Zahlreiche Menschen gehen über das Lesbisch-Schwule Stadtfest. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv

Der Aufruf war den Angaben zufolge am Freitag von dem schwulen Anti-Gewalt-Projekt Maneo veröffentlicht worden. Hintergrund sind Beleidigungen und Bedrohungen gegen den Betreiber des israelischen Restaurants «Feinberg's».
«Antisemitische Übergriffe, die wir derzeit in Berlin erleben, erneut auch im Regenbogenkiez gegen das Restaurant «Feinberg’s», sind für uns unerträglich», heißt es in dem Aufruf. Die Unterzeichner bekräftigten ihre Solidarität mit ihren jüdischen Mitbürgern und betonten, dass Antisemitismus im Regenbogenkiez zwischen Nollendorfplatz, Wittenbergplatz und Viktoria-Luise-Platz keinen Platz hat.
Das zweitägige lesbisch-schwule Stadtfest läuft seit Samstagvormittag. Nach Angaben der Veranstalter ist das Stadtfest mit mehr als 350 000 Besuchern das größte seiner Art in Europa. Unter den Gästen sind Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD), der ehemalige Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), Kultursenator Klaus Lederer (Linke) und die Rechtsanwältin Seyran Ates.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 21. Juli 2018