55 Jahre Berliner Mauermuseum: Lernen über Menschenrechte

55 Jahre Berliner Mauermuseum: Lernen über Menschenrechte

Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, hat die Arbeit des Berliner Mauermuseums am Checkpoint Charlie gewürdigt.

Mauermuseum

© dpa

Touristen fotografieren sich vor dem Checkpoint Charlie.

Die Einrichtung vermittele gerade der jungen Generation den Wert der Menschenrechte, sagte Jahn am 12. Oktober 2017 zum 55. Geburtstag des Museums. «An diesem Ort wird klar, wie wichtig es ist, dass Menschenrechte heute und in Zukunft Maßstab für unsere Gesellschaft sind.»

Mauermuseum eines der meistbesuchten Museen der Welt

Rainer Hildebrandt hatte 1962 das Ausstellungshaus im damaligen West-Berlin gegründet. Heute gehört die private Einrichtung an der Friedrichstraße zu den meistbesuchten Museen der Hauptstadt. Touristen aus aller Welt kommen dorthin. Jahn betonte, Hildebrandt habe zum Mauerfall beigetragen. Er sei ein Aufklärer über begangenes Unrecht gewesen. Seine Witwe Alexandra, zugleich Geschäftsführerin, sagte, das Museum sei das gute Gewissen der Bundesrepublik.

Dargestellt wird die Teilung Berlins und Deutschlands

In dem Haus an der Friedrichstraße werden die Teilung Berlins und Deutschlands sowie der internationale Kampf für Menschenrechte dargestellt. Als Gründungsdatum wurde der 19. Oktober 1962 angegeben. Kritiker monierten hingegen wiederholt eine ungeordnete Ansammlung von Exponaten und unzureichende Texte.

Checkpoint Charlie einst Grenzkontrollpunkt

Am Grenzkontrollpunkt Checkpoint Charlie standen sich nach dem Mauerbau sowjetische und amerikanische Panzer drohend gegenüber. Die Konfrontation der Siegermächte löste international Schlagzeilen aus, die Bilder gingen um die Welt. Am Checkpoint konnten Diplomaten und Alliierte im geteilten Berlin passieren. Dort spielten sich auch dramatische Fluchtszenen ab.
Museumsinsel
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 12. Oktober 2017