Menschen-Museum: Streit um Exponate mit Bezirk Mitte

Menschen-Museum: Streit um Exponate mit Bezirk Mitte

Neue Runde im Streit um das Menschen-Museum (Körperwelten-Museum) von Leichenplastinator Gunther von Hagens: Der Bezirk Mitte hat nach Angaben der Betreiber nach einem Gerichtsurteil die Verhüllung von zehn Ganzkörperplastinaten gefordert.

Im «Körperwelten»-Museum

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Plastinator Gunther von Hagens in Berlin.

Das sagte ein Sprecher der Museumsmacher auf dpa-Anfrage. Das Museum zeige die Exponate aber weiter. Denn noch sei unklar, ob ein Verbot dieser Ausstellungsstücke durch das Urteil gedeckt sei. Falls ja, werde eine Revision geprüft. Über den neuerlichen Ärger hatte zuerst der RBB berichtet.

Beide Seiten sind gesprächsbereit

Der Bezirk Mitte äußerte sich auf Anfrage bislang weder zu dem Urteil noch zu seinem geplanten Vorgehen. Man hoffe noch auf eine Einigung mit dem Bezirk, sagte der Museums-Sprecher. Ein Gespräch mit Vertretern beider Seiten sei für Ende der Woche geplant.

Gericht hatte einer Klage der Betreiber teilweise stattgegeben

Diese hatte sich gegen die Ende 2016 vom Bezirksamt angeordnete Schließung gerichtet. Aus dem Urteil ergibt sich, dass das Museum plastinierte Leichen zeigen darf, wenn es jeweils eine «ausreichende Einwilligungserklärung» der Körperspender nachweisen kann. Bei zehn älteren Ganzkörperplastinaten ist das nicht der Fall. Über das Museum am Fuße des Fernsehturms wird seit Jahren gestritten, der Fall beschäftigte mehrere Gerichte.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 20. September 2017